Nach Halbzeiteklat ging es bergauf

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17. Januar 2011, 09:05 Uhr

Eine turbulente Hinrunde liegt hinter Inter Türkspor Kiel, dem derzeitigen Tabellenachten. Nach dem Auftaktremis gegen den Rendsburger TSV konnten die Schützlinge von Spielertrainer Özcan Atasoy aus den folgenden fünf Begegnungen lediglich eine - der TSV Lütjenburg wurde mit 2:1 niedergerungen - Partie siegreich gestalten. "Doch auch in diesen Spielen waren wir nicht immer die schlechtere Mannschaft. Meinem jungen Team fehlte nur allzu häufig die Robustheit und die nötige Konzentration im Abschluss", weiß Atasoy auch diese Begegnungen realistisch einzuschätzen. Nach zwei Siegen gegen die SG Felde/Stampe (3:2) und die TSG Concordia Schönkirchen (4:0) nahm der Inter-Express allmählich an Fahrt auf, ehe gegen den Meisterschaftsanwärter Osterrönfelder TSV, indes nach großem Kampf, eine 1:3-Niederlage folgte. Als es dann im anschließenden Duell gegen den TSV Altenholz (0:3) zum "Halbzeiteklat" kam (wir berichteten), schien es als würden im Lager Inters dunkle Wolken aufziehen. Die talentierten Hodaj-Brüder, Enis (Kilia Kiel) und Veton (VfR Neumünster) verließen folglich den Verein, hinterließen sportlich eine Lücke, die aber vom Kollektiv aufgefangen wurde. "Die Mannschaft ist dann noch mehr zusammengerückt und hat bewiesen, was in ihr steckt", freut sich Atasoy über die Reaktion seines Teams, das dann drei Spiele in Folge gewann.

Insbesondere der junge Enea Dauti, der auch als Torschütze glänzte (sieben Treffer), spielte nun groß auf. Aber auch Baris Bayazit, Inter Türkspors Kapitän, hielt die Truppe zusammen, und lief als Führungsfigur vorneweg. Atasoy ist folglich im Hinblick auf die Rückserie auch positiv gestimmt, zumal sein Kader eine neuerliche Blutauffrischung erfuhr. Samet Erol von der FT Eider Büdelsdorf für die Außenbahnen, Samet Aydemir vom TSV Klausdorf für den Angriff und das junge, noch für die A-Jugend spielberechtigte Talent Rhino Santos vom TSV Kronshagen wurden verpflichtet. Auch Hakan Cakir vom Rendsburger TSV hat Atasoy seine Zusage gegeben, die Wechselmodalitäten sind jedoch noch nicht abschließend geklärt. Doch Atasoy, der an der Seitenlinie weiterhin von Ismet "Isi" Nach unterstützt wird, freut sich auf das zweifelsfrei spielerisch vorhandene Potenzial seiner Neuzugänge. "Die bringen allesamt spielerisch eine Menge mit." Ziel ist es nun, die neuen Kräfte in der Vorbereitung zu integrieren.

Hilfreich dürfte das in Kürze anstehende Trainingslager in Belek (Antalya) werden. Wie schon im Vorjahr wird Inter unter der türkischen Sonne schwitzen, spielerisch und taktisch am Feinschliff arbeiten und als Team noch weiter zusammenrücken. Dann sollte auch das Ziel Klassenerhalt, das noch immer für Atasoy höchste Priorität genießt, frühzeitig erreicht werden können.

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