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Neues vom HSV : Müller, Ekdal und Lasogga wieder angeschlagen

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Der HSV wird die Relegation vermeiden und den Klassenverbleib direkt perfekt machen - glaubt Vorstandschef Bruchhagen. Nötig ist dazu ein Heimsieg gegen Wolfsburg.

Hamburg | Der Tag der Entscheidung naht. Am Samstag um 15.30 Uhr entscheidet sich gegen den VfL Wolfsburg, ob der HSV in der ersten Liga bleibt oder zum dritten Mal  nach 2014 und 2015 in die Relegation muss. Ausgerechnet vor dem wichtigsten Spiel der Saison plagen die Rothosen wieder Verletzungssorgen.

Der Hamburger SV sorgt sich um seine Hoffnungsträger. Nicolai Müller und Albin Ekdal, die nach ihren Verletzungspausen am Samstag im Saisonfinale gegen den VfL Wolfsburg für ein Comeback eingeplant sind, mussten am Mittwoch das Training abbrechen. Auch Stürmer Pierre-Michel Lasogga, der durch sein Tor zum 1:1 beim FC Schalke 04 dafür gesorgt hatte, dass der HSV per Heimsieg über Wolfsburg den direkten Klassenverbleib perfekt machen kann, klagte über Oberschenkelprobleme. Müller verließ den Trainingsplatz mit einem dick bandagierten Knie, Ekdal ließ sich intensiv behandeln.

Der HSV-Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen räumte ein, dass die Rückschläge für eine „angespannte Stimmung“ beim HSV gesorgt haben. „Aber wir haben auch Heimspiele ohne Lasogga und Müller gewonnen“, meinte Bruchhagen. Vom HSV, der sich am Donnerstag und Freitag wieder im abgeschiedenen Trainingslager in Rotenburg/Wümme vorbereiten wird, gab es vorerst keine Aussagen über die Schwere der Verletzungen. Das Spieler-Trio sollte zunächst eingehend untersucht werden.

Dennoch verbreitete Bruchhagen, der im Vorjahr noch als Clubchef von Eintracht Frankfurt die Ausscheidungsspiele heil überstanden hatte, Optimismus. „Wir haben die Chance, das Klassenziel zu erreichen, und wir werden es schaffen“, sagte der Vorstandschef am Mittwoch in der Hansestadt.

„Nach 33 Spieltagen lügt die Tabelle nicht“, meinte Bruchhagen zur Situation des Tabellen-16. Im Entscheidungskrimi setzt der HSV-Boss auch auf die Unterstützung durch die Fans: „Wir haben in jedem Heimspiel die komplette Unterstützung erfahren. Das beflügelt, aber die sportliche Leistung auf dem grünen Rasen ist entscheidend.“ Das Volksparkstadion wird wohl mit 57.000 Besuchern ausverkauft sein.

Mit seiner Forderung ist Bruchhagen nicht allein. HSV-Legende Uwe Seeler fordert von den Spielern des Hamburger SV im Abstiegsduell mit dem VfL Wolfsburg bedingungslosen Einsatz. „Schlecht spielen tut jeder mal, aber dass sie anderthalb Stunden Dampf haben und kämpfen bis zum Umfallen, kann man verlangen. Und ich verlange das“, sagte der 80-Jährige in Berlin - und fügte scherzhaft hinzu: „Aber wir haben ja im Hintergrund immer noch die Relegation.“

Die Partie gegen die Niedersachsen werde „ganz, ganz schwer“, erwartet Seeler. „Die Hoffnung stirbt zuletzt. Für Hamburg wäre es schon schön. Wir krebsen ja nun schon das vierte Jahr rum, da muss was geschehen. Aber das sagen wir ja jedes Jahr. Ich hoffe, dass sie jetzt aufgewacht sind.“

Die Unterstützung der Fans wird vor dem alles entscheidenden Spiel riesig sein. Der HSV Supporters Club ruft zum Busempfang um 14 Uhr beim Stadion auf.

 

Vor dem Abstiegs-Finale in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg warnt der Hamburger SV vor dem Erwerb von Eintrittskarten über das Internet oder den Schwarzmarkt. Mehrere hundert Tickets seien bereits gesperrt worden, bestätigte am Mittwoch ein HSV-Sprecher auf dpa-Anfrage.

Der HSV warne „eindrücklich davor, Tickets über nicht autorisierte Plattformen zu erwerben“, hieß es dazu weiter. Wer dies dennoch tue, laufe Gefahr, vor dem Spiel am Samstag (15.30 Uhr) bei den Kontrollen an den Eingangstoren der Arena abgewiesen zu werden.

HSV-Legende Uwe Seeler und Vorstandschef Heribert Bruchhagen haben sich trotz der erneut sportlich prekären Lage des Hamburger SV gegen eine Abschaffung der Relegation ausgesprochen. „Das nützt uns ja auch nichts im Moment“, sagte Seeler in Berlin. „Dann steigen sie gleich ab, das ist genau so schlimm. So haben sie wenigstens noch eine kleine Chance.“

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erstellt am 17.Mai.2017 | 16:03 Uhr

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