Mit Heißluft im Zelt gegen den Frost

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21. November 2011, 09:05 Uhr

Die Entscheidung ist gefallen - zumindest bis auf weiteres. Das DFB-Pokal-Achtelfinale zwischen Holstein Kiel und dem Bundesligiisten 1. FSV Mainz 05 wird am Mittwoch, 21. Dezember, um 19 Uhr im Kieler Holstein-Stadion angepfiffen. Die Verantwortlichen der KSV Holstein entschieden sich in der vegangenen Woche gegen eine endgültige Verlegung der Partie an das Hamburger Millerntor.

Die Gründe dafür: Ein Zelt und eine Menge heiße Luft. Das sind die Grundlagen für das System, mit dem im Falle schlechter Witterung der Rasen in einem bespielbaren Zustand gehalten werden soll. Das System stammt aus England ist bereits auf der britischen Insel erprobt worden. Sollten Bodenfrist oder Schneefall drohen, wird das bis zu drei Meter Zelt aus einem Kunststoff-Material aufgebaut, das die Temperatur unter der Plane konstant halten soll. Zugeführte Heißluft soll die Temperatur dann ständig oberhalb des Gefrierpunkts halten. Das System ist in der Lage, etwa 20 Grad Temperaturdifferenz auszugleichen. Die Miete für die Konstruktion und die hohen Energiekosten summieren sich auf insgesamt geschätzte 50000 Euro. Nur bei äußerst heftiger Kälte im zweistelligen Minusbereich oder extremen Schneefällen kann die optimale Bespielbarkeit des Rasens nicht gewährleistet werden. Dann ist ein Umzug ins Millerntor-Stadion des FC St. Pauli auch weiterhin eine mögliche Alternative. Diese Vorgehensweise wurde mit dem DFB und St. Pauli abgestimmt.

Positiver Nebeneffekt für die "Störche": Die Zeltlösung sichert auch die beiden Regionalliga-Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg II (Sonnabend, 10. Dezember, 14 Uhr) sowie den Halleschen FC (Freitag, 16. Dezember, 19 Uhr).

"Wir sind es unseren Kieler Zuschauern schuldig, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um hier zu spielen", sagte Holsteins Geschäftsführer Wolfgang Schwenke.

Der Vorverkauf für den Pokal-Knüller gegen Mainz beginnt Anfang Dezember. Dauerkarteninhaber erhalten ein Vorkaufsrecht. Weitere Details folgen in der kommenden Woche.

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