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Generalsekretär unter Druck : Millionen-Überweisung: FIFA weist Korruptionsvorwürfe gegen Valcke zurück

vom

Der Korruptionsskandal weitet sich aus. Der FIFA-Generalsekretär soll eine Zehn-Millionen-Überweisung veranlasst haben.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2015 | 11:54 Uhr

Berlin | Der Fußball-Weltverband FIFA hat eine Verwicklung von Generalsekretär Jérôme Valcke in die jüngsten Korruptionsvorwürfe zurückgewiesen. Weder Valcke noch andere Mitglieder der FIFA-Führung seien „an der Initiierung, der Bewilligung und Ausführung“ einer Zehn-Millionen-Überweisung auf ein US-Konto beteiligt gewesen, hieß es in einer FIFA-Stellungnahme am Dienstag. Zuvor hatte die „New York Times“ berichtet, dass die Zahlung von Valcke veranlasst worden sei.

Vergangene Woche waren mehrere FIFA-Funktionäre in Zürich festgenommen worden – inklusive Jeffrey Webb und Eugenio Figueredo, EX-Stellvertreter von FIFA-Präsident Joseph Blatter. Er wurde am Freitag trotz des massiven Korruptionsskandals wiedergewählt.

Die Ermittler seien der Ansicht, Valcke sei „der hochrangige FIFA-Offizielle“, der 2008 zehn Millionen Dollar von einem Konto des Fußball-Weltverbandes in der Schweiz auf ein US-Konto überwiesen habe. Allerdings sei in der Anklage nicht die Rede davon, dass der Offizielle gewusst habe, dass das Geld für Bestechung verwendet worden sei, hieß es weiter. Valcke sei auch nicht als Mitbeschuldigter genannt.

Das Geld landete auf Konten, die vom früheren FIFA-Vizepräsidenten und CONCACAF-Chef Jack Warner kontrolliert worden sein sollen.

Südafrika hatte im Zusammenhang mit der Zahlung Bestechungsvorwürfe rund um die Vergabe der WM 2010 vehement zurückgewiesen.

Die FIFA erklärte zudem, die Überweisung der zehn Millionen Dollar sei vom damaligen Vorsitzenden des Finanzkomitees genehmigt und gemäß der eigenen Regularien vorgenommen worden.

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