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Entlassener Fulham-Trainer : Magath auf Facebook: „Käse-Geschichte ist Quatsch“

vom
Aus der Onlineredaktion

Die englische Presse hat sich auf Felix Magath eingeschossen. Der entlassene Fußball-Trainer des FC Fulham habe eine Spieler-Verletzung mit Käse behandeln lassen, so ein Vorwurf. Er sagt: Es war Quark.

shz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 18:35 Uhr

London | Wenige Tage nach seiner Entlassung beim englischen Fußball-Zweitligisten FC Fulham haben sich die Medien auf der Insel auf Trainer Felix Magath eingeschossen. Die „Sun“ nannte den Coach „Kontroll-Freak“. Der „Daily Mirror“ bezeichnete die siebenmonatige Amtszeit in West-London als „Terror-Herrschaft“. Zudem war in einigen Zeitungen berichtet worden, Magath rufe Spieler in sein Büro und starre sie minutenlang an, um zu sehen, ob sie blinzeln. Gegen diese Behauptung will der Coach nun per Abmahnung vorgehen lassen.

„Das ist frei erfundener Blödsinn. Mein Mandant starrt keine Spieler an. Er schweigt sie auch nicht an, und er testet auch nicht, ob sie blinzeln. Wäre es nicht so traurig, dass ein solcher Unfug verbreitet wird, könnte man darüber lachen“, sagte Magaths Medienanwalt Ralf Höcker der Nachrichtenagentur dpa.

Weitere angebliche Enthüllungsgeschichten aus den Medien entkräftete Magath. Der „Observer“ hatte am Sonntag berichtet, Magath habe in der vergangenen Saison eine Oberschenkelverletzung von Brede Hageland mit einem Stück Käse behandeln lassen, statt den Reha-Plan des Mannschaftsarztes zu befolgen. Hageland - so hieß es in dem Blatt - habe einen Nachmittag eine Scheibe des Käses auf die verletzte Stelle pressen müssen.

Am Montag meldete sich nun Magath selbst zu den Anschuldigungen zu Wort – auf Facebook:

 

Fulham hatte sich am Donnerstag nach sechs Pleiten in sieben Spielen von Magath getrennt. „Ich habe niemandem gegenüber ein schlechtes Gewissen“, sagte der Coach am Sonntag. Trotz des Abrutschens auf den letzten Tabellenplatz hatte Magath gehofft, weiter am Umbruch des Vereins arbeiten zu dürfen. „Das soll nicht überheblich klingen, aber ich bin nach wie vor überzeugt, dass deutsche Qualitäten dem englischen Fußball gut tun würden. Leider ist man nur schwer bereit, etwas anzunehmen“, sagte Magath. Er sei überzeugt, dem englischen Fußball auch in Zukunft „etwas geben“ zu können.

Unterdessen erhält Magath in der Auseinandersetzung mit britischen Medien Unterstützung von seinem Assistenten Thomas Oral. Unter anderen hatten Zeitungen berichtet, Magath habe zwei Nachwuchsspieler mit einer Strafe von 20.000 Pfund belegt. Die Buße soll Kapitän Scott Parker gezahlt haben, nachdem er erfolglos versucht habe, Magath um Rücknahme der Strafe zu bitten.

Diese Berichte „entsprechen einfach nicht der Wahrheit. Das würde ich auf die Bibel schwören. Er hat keinen Cent bezahlt“, sagte Oral der Nachrichtenagentur dpa. Unter Magath war er als Co-Trainer in Fulham unter anderen für den Strafenkatalog zuständig. Auch die Höhe der Geldstrafe sei frei erfunden, meinte Oral. „Es handelte sich dabei um die Spieler Mesca und Emerson Hyndman. Sie kamen 25 beziehungsweise 40 Minuten zu spät zum Training. Laut Strafenkatalog wären dafür 750 beziehungsweise 1250 Pfund fällig gewesen“, schilderte er. Mesca sei die Strafe erlassen worden, da er nur noch zum Kader der zweiten Mannschaft zählte. Hyndman habe die Hälfte des ursprünglichen Betrags bezahlt, da er seitdem nicht wieder zu spät war. Das habe das Trainerteam ihm angeboten. „Solche Strafen gibt es in jeder Mannschaft. Natürlich müssen Regeln befolgt werden“, betonte Oral.

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