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Neues vom HSV : Lange Pause für Bjarne Thoelke - Markus Gisdol will Schwäche von Hertha BSC ausnutzen

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Innenverteidiger Thoelke hat sich im Training wieder verletzt und fällt aus. Gisdol gibt sich vor dem Spiel in Berlin optimistisch.

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erstellt am 26.Okt.2017 | 17:11 Uhr

Hamburg | Fußball-Bundesligist Hamburger SV muss erneut für längere Zeit auf Bjarne Thoelke verzichten. Der 25 Jahre alte Innenverteidiger, der sich kurz nach seinem Wechsel im Sommer vom Karlsruher SC zum HSV einen Innenbandriss im rechten Knie zugezogen hatte und sechs Wochen ausfiel, musste am Mittwoch das Training abbrechen. Er war ohne Fremdeinwirkung im Rasen hängengeblieben. Dabei erlitt er einen Teilriss des Syndesmosebandes im rechten Unterschenkel, teilte der HSV nach einer Untersuchung mit. Dem Vernehmen nach fällt er mindestens zwei Monate aus.

Jens Todt äußerte sich zu dem erneuten Ausfall auf der HSV-Twitterseite: „Natürlich sehr bitter. Bjarne ist ein Kämpfer & bin mir sicher, dass er auch von diesem Rückschlag gestärkt zurückkommen wird."

Gisdol vor dem Spiel gegen Hertha BSC

Der HSV spielt am Samstag um 15.30 Uhr auswärts gegen Hertha BSC. Trainer Markus Gisdol hat sich das Pokalspiel der Berliner gegen Köln angesehen und meint: „Aktuell haben sie nicht die beste Phase“, meinte der Coach. „Wir wollen ihre Verunsicherung ausnutzen.“ Hertha hat die letzten sieben Pflichtspiele nicht gewinnen können. Wie genau der HSV Berlin bezwingen will, ist noch nicht ganz sicher.

„Wir wissen noch nicht, ob wir mit einer Dreier- oder Vierer-Kette spielen werden“, sagte er. Zudem muss der Coach einige Defensivkräfte ersetzen. Gideon Jung ist nach seiner Roten Karte gegen Bayern München gesperrt und Vasilije Janjicic ist nach einer Virusinfektion noch nicht fit. Hinzu kommt die Verletzung von Thoelke. Ein Sturm-Problem sieht Gisdol nicht. „Wir hatten schon viele Chancen gegen Mainz und auch gegen Bayern.“ Gisdol setzt unter anderem auf Stürmer Bobby Wood. Er glaubt, dass Wood bald seine frühere Treffsicherheit zurückgewinnen werde.

Der HSV und seine Finanzen

Neben dem Spielerischen sorgen mal wieder die Finanzen des Vereins für Diskussionen. Vorstandschef Heribert Bruchhagen hat verhalten Kritik am erneuten Millionen-Defizit des Fußball-Bundesligisten geübt. „Natürlich sind diese Zahlen auf die Zukunft gesehen nicht wünschenswert“, sagte der 69-Jährige am Donnerstag . Der Verein müsse lernen, die Ausgaben den Einnahmen anzupassen, betonte der Vorstandsvorsitzende.

Am Vortag hatte der HSV den vorläufigen Geschäftsbericht für das Jahr 2016/17 veröffentlicht. Darin aufgelistet wird ein Minus von 13,4 Millionen Euro. Nur 2014/15 war das Defizit mit 16,9 Millionen Euro noch größer. Die Verbindlichkeiten des Vereins sind auf die Rekordsumme von 105,5 Millionen Euro gestiegen.

Den Fehlbetrag begründete Bruchhagen mit dem Trainerwechsel von Bruno Labbadia zu Markus Gisdol und der Neubesetzung des Vorstandes. Dazu kamen auch noch die Wintertransfers unter anderem von Mergim Mavraj, Kyriakos Papadopoulos und Walace. Bruchhagen: „Ich bleibe allerdings dabei, dass wir in diesem Jahr eine positive Bilanz erzielen werden.“

Die Probleme von Hertha BSC

Unterdessen brodelt es beim HSV-Gegner Hertha BSC gewaltig und das nicht erst seit der Pokal-Pleite gegen Köln. Nach dem Ausscheiden stand Trainer Pal Dardai einigen aufgebrachten Fans,  die über den Stadiongraben in den Innenraum gesprungen waren, Rede und Antwort. „Sie machen sich Sorgen“, berichtete der Ungar danach von dem ungewöhnlichen Gespräch. „Ich bin immer bereit für eine offene Diskussion. Sie können gern zu uns kommen, ich werde ihnen alles erklären.“ Zuvor waren Getränkebecher aus dem Fanblock geworfen worden. „Wir müssen uns Gedanken machen, es ist schon eine Blockade“, sagte Dardai offen. Nun müsse schnell herausgefunden werden, „was stört uns, warum sind wir unter Druck gelähmt. Das wird schwierig“, sagt Dardai.

mit Material der dpa

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