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Fußball : Kreuzer für Transferrisiko - Hoffen auf mehr Geld

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Nach dem Fehlstart in der Fußball-Bundesliga geht HSV-Sportchef Oliver Kreuzer in die Offensive.

Wie sein Vorgänger Frank Arnesen in einer vergleichbaren sportlichen Notsituation vor einem Jahr will auch Kreuzer bei den klammen Hanseaten nun doch ein Transferrisiko eingehen und sich die Einwilligung dafür beim Aufsichtsrat einholen. Denn um den dringend benötigten Stürmer nachverpflichten zu können, müsste das Kontrollgremium das nötige Geld dafür bewilligen. «Wenn wir jetzt keinen Stürmer mehr holen, dann begeben wir uns in eine gefährliche Situation», betonte Kreuzer und warb damit auch im eigenen Vorstand um Unterstützung.

Offenbar mit Aussicht auf Erfolg. «Wir sind in konstruktiven Gesprächen. Der Aufsichtsrat wird eventuelle Beschlussvorlagen des Vorstands wohlwollend prüfen», zitierte das «Hamburger Abendblatt» den Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Ertel. Beide Seiten stünden deshalb in einem ständigen Kontakt.

Bisher hatte es immer geheißen, der mit nur einem Punkt aus drei Liga-Spielen in die Saison gestartete HSV könne Nachkäufe erst dann tätigen, wenn er zuvor Profis abgeben würde. Bisher konnten von den teuren Spielern aber nur Marcus Berg und Paul Scharner von der Gehaltsliste gestrichen werden. Kreuzer hofft jedoch, bis zum Ende der Transferperiode am kommenden Montag (2. September) noch einige Verkäufe oder zumindest Ausleih-Geschäfte tätigen zu können.

So liegen Gojko Kacar (Tom Tomsk) und Robert Tesche (ein nicht genannter deutscher Verein) konkrete Angebote vor. Der Engländer Michael Mancienne wäre auch gesprächsbereit, kann derzeit aber keine Offerte vorweisen. Allein der Serbe Slobodan Rajkovic habe ihm signalisiert, seinen gut dotierten Kontrakt beim HSV notfalls auch bei der U 23 auszusitzen, berichtete Ex-Profi Kreuzer. Und ergänzte: «Es liegt an den Spielern selbst, was aus ihrer Karriere wird.»

Im Sommer 2012 hatte Arnesen rund 17,5 Millionen Euro in die Transfers von Rafael van der Vaart und Petr Jiracek investiert. Der teure van der Vaart-Deal (13,5) war nur mit der Hilfe des Investors Klaus-Michael Kühne möglich. Der Unternehmer und Milliardär liegt nach kritischen Aussagen mit dem Vorstand und der sportlichen Führung des Hamburger SV derzeit allerdings überkreuz und ist unter den gegebenen Umständen nicht zu einer erneuten Finanzspritze bereit.

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erstellt am 27.Aug.2013 | 13:24 Uhr

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