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Niederlage gegen Bayern München : Kommentar: HSV siegt nur im Angsthasen-Fußball

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Fazit nach dem Bundesligaauftakt: „Der HSV ist nicht reif für eine Auftaktgala.“ Ein Kommentar von Jürgen Muhl.

shz.de von
erstellt am 15.Aug.2015 | 10:43 Uhr

Wer in der Bundesliga das Eröffnungsspiel bestreiten darf, sollte sich dafür empfohlen haben. Eine Qualifikation für das Auftaktmatch gibt es ja nicht. Die Bayern als Meister haben die Berechtigung. Aber warum in Gottes Namen der HSV? Weil er zwei Relegationsspiele in Folge mit Hilfe der Schiedsrichter überstanden hat?

Oder weil es sich um einen der letzten Traditionsvereine in dieser nur noch auf Millionen-Gewinne ausgerichteten Eliteliga handelt? Zweitklassigkeit schon vor dem Anpfiff: Schon beim Absingen der Nationalhymne hinterließen die Offiziellen des HSV, darunter auch Rucksackträger Peter Knäbel und sein überschätzter Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer, einen unsicheren Eindruck. Wie auch auf dem Spielfeld: Nur nicht in der gegnerischen Spielhälfte auftauchen. Mit Angsthasen-Fußball hat ein Bundesligist bei einer Eröffnungsgala nichts zu suchen. Die Fußball-Liga sollte in Zukunft mehr Wert auf die Attraktivität eines Spieles legen, das in über 200 Länder auf dieser Fußball-Erde übertragen wird.

Der HSV hätte gegen diese Bayern, die über 60 Minuten erhebliche Abstimmungsprobleme offenbarten, mutiger auftreten müssen. Aber das kann wohl auch dieser „neue HSV“, wie man sich in Hamburg Mut macht, nicht. Bei allem Respekt vor der Arbeit von Bruno Labbadia bleibt die Erkenntnis, dass auch diese größtenteils neu zusammengestellte internationale Auswahl von Spielern den Hamburger Sport-Verein nicht weiter bringen wird. Der Abstiegskampf hat Freitagabend begonnen.

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