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Relegation um Aufstieg in die 2. Bundesliga : Kiel oder 1860: Wer spielt bald gegen Würzburg, Magdeburg und Bremen II?

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Aufstiegsspiele aus der Regionalliga: Drei neue Clubs bereichern den Drittliga-Alltag ab der kommenden Saison.

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erstellt am 01.Jun.2015 | 12:16 Uhr

Kiel | Holstein Kiel hat nach dem 0:0 gegen 1860 München noch alle Chancen auf den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Über 50.000 Zuschauer werden am Dienstag (20.30 Uhr) in der Allianz Arena in München erwartet. Der Gastgeber braucht nach dem torlosen Remis nur ein Sieg zum Klassenverbleib. Die „Löwen“ bauen auf den Heimvorteil, aber Mut kann die Bilanz in der Arena eigentlich nicht machen: Nur das Ergebnis von vier aus 18 Pflichtspielen in dieser Saison zu Hause würde reichen. 1860 will den Abstieg in die Drittklassigkeit verhindern, Kiel will dagegen in die 2. Bundesliga zurück, in der man zuletzt 1981 spielte. Und die Chancen stehen gut für die KSV: Sollte Kiel in München sogar ein Treffer gelingen, müsste 1860 aufgrund der Auswärtstorregel gleich zweimal treffen. Für eins der beiden Teams warten gleich drei neue Gegner in der kommenden Drittligasaison.

Die Aufstiegsspiele von der Regionalliga in die dritte Liga fanden erstmals nach Ende der Saison 2012/2013 statt. Die zusätzliche Aufstiegsrunde ist notwendig, da es mit fünf Regionalligen und dem Vizemeister der Regionalliga-Südwest gleich sechs Aufstiegskandidaten für nur drei Aufstiegsplätze gibt. In einem Hin- und einem Rückspiel werden die Aufsteiger ermittelt. 

Die Würzburger Kickers haben die Saison in der Regionalliga Bayern mit 80 Punkten und nur zwei verlorenen Spielen abgeschlossen. Gegen den FC Saarbrücken setzte sich die Mannschaft dann auch in den Aufstiegsspielen um die dritte Liga durch. Mit einem 1:0 im Hinspiel und einem 6:5 nach Elfmeterschießen im Rückspiel ergatterten die Würzburger einen der begehrten Plätze in der dritten Liga.

Werder Bremen II setzte sich in den Partien gegen Borussia Mönchengladbach II mit 2:0 durch. Nach einem torlosen Hinspiel gewannen die Bremer mit 2:0 nach Verlängerung.

Brisanz war auch im dritten Aufstiegsduell reichlich vorhanden. Der Meister der Regionalliga Nordost, 1. FC Magdeburg, traf auf den Meister der Regionalliga Südwest, die Kickers Offenbach. Im Hinspiel gewann Magdeburg mit 1:0. Das Rückspiel am Sonntag entschied ebenfalls Magdeburg für sich. Mit 3:1 unterstrich die Mannschaft ihre Aufstiegsambitionen. Der Club aus Sachsen-Anhalt steigt nun erstmals in den bezahlten Fußball auf.

Unschöne Szenen ereigneten sich kurz vor Abpfiff der Partie beim Stand von 3:1. Zuschauer aus dem Offenbacher Fanblock kletterten über die Zäune, warfen Werbebanden um und liefen auf den Platz. Ein Großaufgebot der Polizei drängte die Randalierer teilweise unter Einsatz von Pfefferspray zurück. Danach ging das Spiel weiter. Nach Angaben der Polizei wurden insgesamt 13 Personen vorläufig festgenommen und drei Beamte verletzt.

Nach dem Platzsturm der OFC-Fans kritisierte Offenbachs Oberbürgermeister Horst Schneider den Sicherheitsdienst im Stadion. Die Ordner hätten „zu spät reagiert“, sagte der SPD-Politiker am Montagmorgen im Radiosender „hr-info“. Bereits in der ersten Halbzeit der Partie am Sonntagabend seien OFC-Anhänger über den Zaun geklettert. „Warum das toleriert wird, verstehe ich nicht. Es wird immer erst eingeschritten, wenn das Tabu gebrochen ist“, meinte Schneider.

Ein Video zeigt die Ausschreitungen:

(mit dpa)

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