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Fußball : Kein Wunder: Österreich nach Niederlage realistisch

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Das war mal wieder nix mit dem Fußballwunder. Resigniert hat Österreich auf die nächste Fußball-Niederlage gegen Lieblingsgegner Deutschland reagiert.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 13:51 Uhr

Vor der Begegnung in München hatten sich die Alpenkicker noch lauthals Mut zugesprochen. Nach Jahrzehnten wieder ein Sieg gegen den großen Nachbarn zu schaffen, hätte die Elf von Marcel Koller in der Heimat zur Legende gemacht. Nun richtet sich der Blick auf das Irland-Spiel in Wien: Da ist Gewinnen Pflicht.

«Es war eine klare Sache», analysierte der Teamchef nach dem ungleichen Bruderduell. «Wir mussten viel Laufarbeit verrichten, konnten die Deutschen aber nie richtig packen.» Er sei enttäuscht vom Ergebnis, aber die Mannschaft habe alles gegeben: «Deutschland ist eine Weltklassemannschaft.»

Deutschland sei eine Klasse besser gewesen, sagte auch Österreichs neuer Fußballstar David Alaba vom FC Bayern München: «Die Deutschen haben den Ball und uns laufen gelassen, wir hatten fast keinen Zugriff.» Das Team habe keine spielerischen Mittel gefunden, um dagegenzuhalten, äußerte Martin Harnik (VfB Stuttgart) enttäuscht: «Wir haben unter der Woche gesagt, dass wir an uns glauben wollen, doch davon habe ich vor allem in der ersten Hälfte nichts gespürt.»

«Österreich war chancenlos» titelte die «Kronenzeitung» und stellte fest: «Wie so oft gegen Deutschland: Alles gegeben, aber nichts erreicht.» «Traum vom Wunder wurde zum Albtraum», schrieb «Österreich». Stürmer-Legende Toni Polster klagte in dem Blatt: «Wieder blieb die Sensation aus. Wieder müssen wir uns die großen Sprüche unsers Lieblingsnachbarn gefallen lassen. Wieder müssen wir auf das nächste Córdoba warten.»

Nach dem 3:2 vor 35 Jahren bei der WM im argentinischen Córdoba hat Österreich kein Pflichtspiel mehr gegen Deutschland gewonnen. Doch für Ex-Nationaltrainer und Córdoba-Torschütze Hans Krankl geht der Sieg der Nachbarn in Ordnung: «Ihre große Qualität hat gesiegt», urteilte er in «Österreich».

Schlaflose Nächte soll die Niederlage der Nummer 55 der FIFA-Weltrangliste gegen die Nummer 2 niemandem machen: «Dieses Spiel bricht unser Selbstvertrauen überhaupt nicht», kündigte der fahrig agierende Linksverteidiger Christian Fuchs (Schalke 04) an. Die WM-Chance lebe noch: «Aber jetzt gilt für Österreich: Verlieren verboten», mahnte die «Kronenzeitung».

«Wenn wir unsere Chance wahren wollen, müssen wir gegen Irland gewinnen. Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen und müssen gut regenerieren, dann wird das schon gut gehen», sagte Aleksandar Dragovic (Dynamo Kiew). Und der Coach meinte: «Es ist eine schwierige Situation für uns. Das Spiel ist für Irland und für uns sehr wichtig. Ich rechne mit einem sehr intensiven Kampfspiel.»

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