Kapitän Matthias Hinrichsen geht von Bord

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18. März 2013, 08:05 Uhr

So ganz überraschend kam es nicht. Schon in den letzten Wochen wies einiges darauf hin, dass Kapitän Matthias Hinrichsen "seinen" VfL zum Saisonende verlassen wird. Der Hauptgrund: Nach sieben erfolgreichen Jahren als Spielmacher der Blau-Weißen wurden neue Prioritäten gesetzt, die Familie in den Vordergrund gestellt. "Die Entscheidung ist mir schwer gefallen, ist aber keine gegen den Verein", stellte der 29-Jährige klar. "Rein familiäre Hintergründe haben für mich den Ausschlag gegeben Schwartau zu verlassen." Im Mai erwartet "Matze" zusammen mit seiner Lebensgefährtin Nachwuchs, will dann in Hüsby nahe Schleswig bauen und weiter in Hamburg als Flugzeug-Elektroniker seinen Lebensunterhalt verdienen. Und auch mit dem Handball geht es für Hinrichsen weiter. Ab dem 1. Juli ziert der nie ein Blatt vor den Mund nehmende, offene und sympathische Rückraumspieler das Trikot des Drittliga-Vertreters HSG Tarp Wanderup.

Noch keine endgültige Entscheidung ist bei Niclas Dombrowski, Adrian Wagner und Markus Hansen gefallen. Bei den drei Stammspielern laufen ebenfalls die Verträge zum Ende der Spielzeit 2012/2013 aus. Mit "Frodo" Dombrowski hat VfL-Geschäftsführer Christian Fitzek gesprochen - Tendenz: der Rechtsaußen verlängert bis Juni 2015. Außerdem dürfen sich die Fans der Blau-Weißen über den Verbleib von Dennis Tretow freuen. Der 29-jährige Außenspieler verlängerte seinen Vertrag bei den Ostholsteinern am Samstag bis 2014. Der Triebwerksgeräte-mechaniker ist der inzwischen dienstälteste Akteur im Kader des VfL Bad Schwartau. 2005 fand der Mitarbeiter der Lufthansa den Weg nach Ostholstein, erzielte in fünf Zweitligaspielzeiten in 158 Partien 741 Treffer.

Schwartaus Coach Torge Greve nimmt die Personalentwicklung mit gemischten Gefühlen hin, würde am liebsten mit allen Spielern weitermachen. Trotzdem versucht der 37-jährige Lehrer sich auf den Alltag zu konzentrieren - und das bedeutet aktuell Abstiegskampf pur. "Spätestens nach der Niederlage gegen Ferndorf sollte allen klar sein, dass das noch eine ganz schwere Saison werden wird.", so der VfL-Trainer. "Unterschätzen darf man jedenfalls keinen Gegner mehr. Die Ergebnisse in den letzten Wochen in der 2. Liga haben gezeigt, dass jeder jeden schlagen kann."

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