Jochbeinbruch bei Böhnke

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18. März 2013, 08:05 Uhr

Der Schock der späten Niederlage gegen Havelse in der Vorwoche war gerade verdaut - da musste der ETSV Weiche in dieser Woche den nächsten Rückschlag verkraften. Kapitän Marc Böhnke zog sich bei einem Unfall im privaten Bereich einen Jochbeinbruch zu und musste am Sonntag operiert werden. "Das ist schade", sagte Trainer Daniel Jurgeleit. "Marc war gerade sehr gut drauf. Auch die Auszeichnung als Dritter bei der Fußballer-Wahl hatte ihm Auftrieb gegeben." Einige Wochen lang wird der stürmische Linksverteidiger fehlen. "Es ist aber wohl nicht so schlimm wie zuerst befürchtet", hofft Jurgeleit. "Ich gehe davon aus, ihn in drei bis vier Wochen wieder einsetzen zu können."

Bis dahin müssen die Flensburger, die noch 14 Punktspiele und das Pflichtspiel in Lübeck zu absolvieren haben, ein wenig improvisieren. "Bei den anstehenden englischen Wochen wird uns unser ausgeglichener Kader helfen", ist Jurgeleit überzeugt. Gerade weil sein Team nur unter Amateurbedingungen arbeitet (vier Einheiten pro Woche), ist ihm die Breite im Kader wichtig - Stichwort Rotation. "Jetzt kann es dann schon mal sein, dass ich fünf, sechs Mann pausieren lasse. Jeder Spieler im Kader hat schon gezeigt, dass er sich in der Liga behaupten kann. Da sind wir gut aufgestellt."

Das soll auch im kommenden Jahr so bleiben. Zwar hat der Verein Kürzungen angekündigt. "Wir haben die laufenden Kosten unterschätzt", sagte Liga-GmbH-Geschäftsführer Harald Uhr schon im Winter. "Die Nebenkosten fressen einen auf." Gerade in der spiel- und einnahmefreien Zeit, in der zudem zusätzliche Ausgaben für Testspiele und Trainingsplatz-Mieten hinzu kamen, fiel das besonders auf. Um weiter konkurrenzfähig zu bleiben, müssen ab der kommenden Saison auch die Spieler mit Gehaltskürzungen leben. Gespräche mit den wurden bereits geführt. Sie seien sehr positiv verlaufen, sagt Uhr. Besonders freut ihn, "dass alle die neuen Bedingungen akzeptiert haben, weil sie weiter für den ETSV Weiche in der Regionalliga spielen wollen".

"Die überwiegende Mehrzahl der Jungs hat Verständnis für die Lage des Vereins, auch wenn man sich natürlich etwas anderes wünscht", sagt auch Jurgeleit. "Der Verein hat das bisher gut hinbekommen. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Und dafür ist es wichtig, dass man am Ende auch einhalten kann, was versprochen wird." Den Spielern wurde die Zusage gemacht, dass zusätzliche Sponsoreneinnahmen auch wieder der Mannschaft zugute kämen. "Und wir werden auch den einen oder anderen Spieler holen können", betont der Trainer. "Aber nur solche, die auch zu uns passen." Wie groß der Kader im kommenden Jahr sein wird, ist noch offen. "Wir haben gesehen, dass eine Breite wichtig ist. Wir müssen sehen, was im finanziellen Rahmen möglich ist."

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