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St. Pauli : Job-Garantie für Trainer und Sportchef

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Dem FC St. Pauli droht der Absturz in die Drittklassigkeit. Der erst vor zehn Tagen neu gewählte Präsident Oke Göttlich will dennoch an Trainer Meggle und Sportchef Azzouzi festhalten.

shz.de von
erstellt am 26.Nov.2014 | 14:03 Uhr

Hamburg | Clubchef Oke Göttlich setzt beim FC St. Pauli auch in der größten sportlichen Krise seit elf Jahren auf Kontinuität und Ruhe. Trotz der Talfahrt in der 2. Fußball-Bundesliga gab der am 16. November zum Nachfolger von Stefan Orth gewählte Präsident in Interviews mit Hamburger Tageszeitungen am Mittwoch Trainer Thomas Meggle und Sportchef Rachid Azzouzi eine Job-Garantie. „Wenn der Gegenwind besonders stark ist, stellen wir uns in die Gischt und werden so lange kämpfen, bis wir da unten raus kommen. Wir stehen zu unserer Verantwortung. Als Mannschaft, als Team hinter dem Team, zusammen mit den Fans, um diese Kritik auszuhalten“, betonte der 38 Jahre alte Musikmanager.

Seit dem Absturz bis auf Abstiegsrang 17 sieht sich vor allem Azzouzi wegen seiner Transferpolitik öffentlicher Kritik ausgesetzt. Es gehe „definitiv“ weiter mit Azzouzi, sagte Göttlich. „Ein Wechsel auf der Position des Sportchefs würde jetzt überhaupt keinen Effekt für die spielerische Qualität bringen“, meinte er im „Hamburger Abendblatt“. Der Sportdirektor habe zudem „keine einzige Verpflichtung getätigt“, die die damals Verantwortlichen oder das Umfeld kritisiert hätten.

Auch Meggle, der nach vier Spieltagen Roland Vrabec als Chefcoach abgelöst hatte, sprach Göttlich sein Vertrauen aus. „Thomas Meggle ist absolut der richtige Mann für diesen Verein. Ich glaube, durch eine solche Situation wie jetzt wird er nur noch stärker, noch besser“, fügte Göttlich in der „Bild“ hinzu.

In den verbleibenden fünf Spielen bis zur Winterpause hofft der neue Mann an der Spitze, dass sich der Club bis auf Rang 15 verbessern kann. Diese Platzierung hatte Meggle bereits als neues Saisonziel ausgerufen. Die Drittklassigkeit, die wie nach dem Doppel-Abstieg aus der 1. Liga (2002) und der 2. Liga (2003) droht, nannte Göttlich ein „Stress-Szenario“, das den Club beim Erreichen seiner Ziele in schwierige Gewässer bringen würde.

„Klar ist: In der 3. Liga stünden uns andere finanzielle Mittel zur Verfügung als in der 2. Liga. Wir müssten auf einer anderen Kosten-Ebene arbeiten“, sagte der Präsident der „Hamburger Morgenpost“. „Einsparungen würde es vor allem im sportlichen Bereich geben.“

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