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Abstiegskampf in der Bundesliga : Zehn-Millionen-Loch: HSV bangt um Klassenerhalt und Lizenz

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Aus der Onlineredaktion

Das Tafelsilber ist verkauft, scheidende Spieler bringen keine Ablöse mehr ein und der Verein steht sportlich am Abgrund: Für die Lizenz zur zweiten Bundesliga müsste der HSV eine hohe Geldsumme aufbringen.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2015 | 15:32 Uhr

Hamburg | Der erste Abstieg in die 2. Fußball-Bundesliga der Clubgeschichte würde ein großes Loch in die Kasse des Bundesliga-Dinos Hamburger SV reißen. Zwar würde der Club die von der Deutschen Fußball Liga (DFL) gestellten Bedingungen „innerhalb der vorgegebenen Frist bis zum 3. Juni erfüllen“, um die Lizenz für die 2. Liga zu erhalten, wie der Club mitteilte. Einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Dienstag) zufolge fehlen dem Tabellenletzten HSV, der die Erstliga-Lizenz problemlos erhalten hat, bei einem Abstieg rund zehn Millionen Euro.

Da der Etat in der 2. Liga von rund 120 auf 75 Millionen Euro sinken würde und die Einnahmen durch Sponsoren, TV-Gelder oder auch Tickets deutlich zurückgehen würden, wären starke Einschnitte nötig. 2014 musste der Verein in ähnlich prekärer Lage sogar 25 Millionen Euro nachweisen, um im Fall des Abstiegs die Lizenz zu erhalten. Damals rettete sich der HSV erst in der Relegation gegen Greuther Fürth.

Im vorigen Sommer sprang Investor Klaus-Michael Kühne in die Bresche mit einer großzügigen Bürgschaft, zudem verlängerte Ausrüster Adidas seinen Vertrag vorzeitig. Darüber hinaus erzielte der HSV durch den Verkauf von Mittelfeldstar Hakan Calhanoglu 14,5 Millionen Euro Ablöse. Transfereinnahmen in der Höhe sind in diesem Jahr nicht zu erwarten, zumal die Verträge von Rafael van der Vaart, Marcell Jansen und Heiko Westermann auslaufen. Sie können ablösefrei wechseln.

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