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Angebot von Kansas City : Verlässt van der Vaart noch im Frühling den HSV?

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Rafael van der Vaarts Vertrag beim HSV läuft aus. Wie die Zukunft des HSV-Kapitäns aussieht, ist noch völlig offen. Vor dem Angebot von Sporting Kansas City wird er kaum die Augen verschließen.

Der US-Club Sporting Kansas City will HSV-Kicker Rafael van der Vaart in die Major League Soccer locken. Ein Engagement in der MLS soll dem 32-jährigen Niederländer mit einer kräftigen Aufstockung seines ohnehin fürstlichen Gehaltes von angeblich 3,5 Millionen Euro schmackhaft gemacht werden.

Am vergangenen Wochenende reiste bereits eine Delegation aus den USA an, um den einstigen Glamourboy der Hamburger Gazetten beim Fußballspielen zu beobachten. Sie sahen den Ex-Spieler von Real Madrid aber nur die letzten elf Minuten auf dem Platz: Seit dem 0:8-Debakel beim FC Bayern ist der Kapitän nur noch Bankdrücker unter Trainer Joe Zinnbauer. Zu ernsthaften Verhandlungen mit van der Vaarts Vater und dem Berater des Spielers soll es laut Abendblatt.de dennoch gekommen sein.

Gehaltsmäßig kann der klamme HSV mit dem kolportieren Traumsalär aus Amerika nicht mithalten. Zwar lassen die Verantwortlichen verlauten, dass man einer Verlängerung des im Sommer auslaufenden Kontraktes nicht abgeneigt wäre. „Ich muss nur gute Leistung bringen und dafür werde ich alles geben“, sagt der Spieler über seine Zukunftsaussichten in Hamburg. Das heißt: Ein neuer Vertrag wäre abhängig von einer lang erwarteten Leistungsexplosion des Topverdieners. Es ist davon auszugehen, dass ein Verbleib in der Hansestadt mit einem deutlich gekürzten Salär verbunden wäre. Gehaltseinbußen müsste der ablösefreie Ex-Nationalspieler bei den ebenfalls interessierten Vereinen aus Italien, Spanien und den Niederlanden ebenfalls in Kauf nehmen. Da kommt das Angebot aus dem Herzen der USA eigentlich wie gerufen.

Van der Vaart selbst sieht seine Fußballkarriere in den Top-Ligen Europas aber noch nicht am Ende: „Im Fußball geht alles so schnell. Einen Tag wird man gefeiert, am anderen ist man wieder schlecht. Ich bin noch topfit. Ich möchte noch gern alles geben für den Verein. Alles andere, was die Leute sagen, ist egal.“

Was gegen ein Engagement van der Vaarts als Fußball-Rentner in den USA spricht, ist die dann versiegende Ambition, bei der EM 2016 noch einmal für die niederländische Nationalmannschaft Elftal aufzulaufen. Die Amerikaner wollen den 109fachen Internationalen laut Medienangaben am liebsten sofort verpflichten. Das Transferfenster in den USA ist noch bis 12. Mai geöffnet. Somit stünde der Offensivspieler seinem Verein in der kritischen Phase des Abstiegskampfes womöglich nicht mehr zur Verfügung. Eine solche Art der Fahnenflucht ist dem Niederländer, der sich durch demonstrierte Abtrünnigkeit in Hamburg einst den Namen „van der Verrat“ einhandelte, kaum mehr zuzutrauen.

Auch die Club-Verantwortlichen würden ihren erfahrenen Schützling trotz der möglichen Ablösesumme wohl kaum mitten im Abstiegskampf abgeben. „Den Eindruck, dass er früher gehen will, habe ich nicht“, erklärte außerdem HSV-Trainer Zinnbauer. „Und aus sportlicher Sicht wäre ich auch dagegen.“ Eigentlich sind die Verantwortlichen sehr daran interessiert, den Schützling in anderer Funktion längerfristig an den Verein binden. Das dürfte auch im Sinne des Spielers sein, der stets seine Liebe zu Verein und Stadt betont.

Van der Vaarts erste Station beim HSV dauerte von 2005 bis 2008, anschließend ging er zu Real-Madrid. 2012 kehrte er mit seiner damaligen Frau Sylvie für 13 Millionen Euro von Tottenham Hotspur an die Elbe zurück.

Beim MLS-Meister von 2000 würde van der Vaart mit Benny Feilhaber ein alter Mitspieler aus Hamburger Zeiten begegnen. Wie heute bekannt wurde, wird der frühere Augsburger Bundesliga-Profi Marcel de Jong in Zukunft ebenfalls im Sporting Park von Kansas City auflaufen.

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erstellt am 03.Mär.2015 | 15:12 Uhr

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