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Neues vom HSV : Unfall von Jens Todt, Lasogga-Tore und ein zu kleiner Kader

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Die Hamburger plagen Verletzungssorgen. Sportchef Jens Todt bleibt bei einem Unfall selbst von einer Verletzung verschont.

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erstellt am 11.Sep.2017 | 17:06 Uhr

Hamburg | Der in dieser Saison ohnehin dünn besetzte HSV-Kader muss eine weiteren Ausfall verkraften: Filip Kostic wird den Hamburgern mindestens vier Wochen fehlen, eventuell auch länger. Der Linksaußen hatte im Spiel gegen Leipzig „einen ausgeprägten Muskelfaserriss im linken Oberschenkel“ erlitten, teilte der Club via Twitter mit.

Eigentlich bräuchte der HSV nach den Verletzungen von Kostic und Nicolai Müller, der sich am ersten Spieltag einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, nun noch eine Verstärkung für seine Außenbahnen, doch das Transferfenster ist bereits geschlossen. In Frage kämen nur noch vertragslose Spieler. Sportchef Jens Todt sagte am Sonntag, man müsse „den Markt sondieren“. Laut dem Fachportal transfermarkt.de sind derzeit etwa 250 Spieler vertragslos, darunter befinden sich auch einige bekannte Namen wie der frühere Berliner Profi Patrick Ebert, der in seiner Jugend auch mal beim Kieler TuS Gaarden kickte, der Ex-Hamburger Änis Ben-Hatira taucht ebenfalls auf der Liste auf genau wie der defensive Mittelfeldspieler Jan Kirchhoff, der vor zwei Jahren noch bei Bayern München unter Vertrag stand. Ebenfalls ohne Verein sind der einstige 20-Millionen-Mann José Antonio Reyes und Mittelstürmer Claudio Pizarro. Die Verpflichtung eines vertragslosen Spielers gilt bei den Hamburgern aber als eher unwahrscheinlich.

Der ehemalige Herthaner Patrick Ebert in Trikot des spanischen Zweitligisten Rayo Vallecano, seinem letzten Arbeitgeber.

Der ehemalige Herthaner Patrick Ebert in Trikot des spanischen Zweitligisten Rayo Vallecano, seinem letzten Arbeitgeber.

Foto: dpa
 

Stattdessen könnte Jens Todt schon nach künftigen Transfers Ausschau halten. Angeblich soll er dazu Kontakt zu seinem Ex-Club Karlsruher SC aufgenommen haben, um über einen Transfer von Florent Muslija zu verhandeln. Beim Zweitliga-Absteiger hatte der 19-jährige Offensiv Allrounder erst im Sommer einen Profivertrag bis 2019 erhalten. Nach ihm soll auch Bundesliga-Konkurrent Bayer 04 Leverkusen die Fühler ausgestreckt haben.

Vorerst aber muss sich HSV-Coach Markus Gisdol mit dem Personal begnügen, das er derzeit zur Verfügung hat. Und da lässt er angesichts der Ausfälle von Kostic, Müller, Bjarne Thoelke (Innenbandriss) und Aaron Hunt (Muskelfaserriss) noch Vorsicht walten. Die angeschlagenen Nationalspieler Bobby Wood (USA) und Rick van Drongelen (Niederlande/U21) durften zum Trainingsauftakt am Montag im Kraftraum bleiben, der Brasilianer Walace trainierte nur reduziert. „Das ist eine reine Vorsichtsmaßnahme. Er hat jetzt alles durchgespielt, alles gemacht und deshalb nicht voll trainiert. Das war geplant, dass er nicht voll mitmacht“, sagte HSV-Coach Markus Gisdol über Walace nach der Vormittagseinheit im Volkspark. Der HSV ist erneut am Freitag (20.30 Uhr/Eurosport) im Nordduell bei Hannover 96 gefordert.

Die Youngster Patric Pfeiffer, Törles Knöll, Tatsuya Ito und Aaron Opoku dürfen bei den Profis mitmischen und werden getestet, ob sie den Kader des personell ausgedünnten Liga-Siebten auffüllen können.

Unfall von Jens Todt

Der Sportchef hätte sich bei einem Autounfall mit seinem Audi beinahe schwer verletzt. Doch Todt hatte Glück. Es entstand lediglich erheblicher Sachschaden, als er an der Autobahnauffahrt zur A24 mit seinem Audi nach eigener Aussage einem Tier auswich, von der Fahrbahn abkam, eine Böschung hinunterrutschte und gegen einen Baum knallte. Über den Unfall hatten mehrere Medien berichtet.

Lasogga feiert Traumeinstand bei Leeds United

Es dauerte nur 20 Minuten und Pierre Michel Lasogga ballerte sich beim Debüt für seinen neuen Arbeitgeber Leeds United den HSV-Frust aus der Seele. Doch damit nicht genug. Der 25-Jährige legte noch eine Schippe drauf. Beim 5:0-Sieg der „Whites“ gegen Burton Albion, erzielte er insgesamt zwei Tore, bereitete ein weiteres Tor vor und holte einen Strafstoß heraus. „Was für ein fantastischer Tag“, twitterte Lasogga hochzufrieden.

 

Sein Traumeinstand lässt ihn seine zuletzt trostlose Zeit beim HSV vergessen: „Ich schaue nicht mehr zurück, weil ich es eh nicht mehr ändern kann“.

mit Material von dpa

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