Erster HSV-Bundesliga-Trainer : Trainer-Oldie Martin Wilke findet HSV-Pleiten „peinlich“

Noch ist der HSV kein einziges Mal abgestiegen. Aber gezittert wird regelmäßig.
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Noch ist der HSV kein einziges Mal abgestiegen. Aber gezittert wird regelmäßig.

Sechs Mal war der HSV Deutscher Meister, heute zittert er regelmäßig um den Klassenverbleib. Aber der Verein hat auch ein Ass im Ärmel.

shz.de von
03. Januar 2018, 11:20 Uhr

Hamburg | Martin Wilke sorgt sich um das Ansehen des Hamburger SV. Der erste Bundesliga-Trainer des norddeutschen Traditionsclubs räumt ein, dass ihm der anhaltende Abstiegskampf des einstigen Fußball-Erfolgsclubs ein Dorn im Auge ist. „Dass der Ruf international beschädigt ist, das ist schlimm“, sagte der 91-Jährige dem Magazin „Sportbild“ über den sechsmaligen deutschen Meister und Europacupsieger der Landesmeister von 1983, der als einziger Verein noch nie aus der 1. Liga abgestiegen ist.

„Gott sei Dank ist es so! Dieses Privileg haben wir noch“, betonte Wilke. Das ewige Zittern um den Klassenverbleib nennt er „unsäglich“, die Angst vor dem Gegner gehöre heutzutage wohl dazu. „Wenn ich mich heute damit begnügen muss, dass ich dem HSV wünsche, dass er nicht wieder auf einem Relegationsplatz landet, dann ist das für mich peinlich“, monierte der einstige HSV-Coach (1954-1956 und 1963-1964).

Er hat aber auch Positives beim Ex-Club erkannt. So erinnert ihn das erst 17-Jährige Toptalent Jann-Fiete Arp an den jungen Uwe Seeler. „Ich habe ihm gesagt: Uwe, mit dem Fiete Arp kann es so laufen wie mit Dir damals“, erklärte Wilke dem ebenfalls in Norderstedt lebenden HSV-Idol Seeler. Und gab dem aktuellen HSV-Coach Markus Gisdol gleich noch einen wichtigen Tipp: „Wenn der Trainer aufpasst, kann ein junger Bursche wie Fiete Arp dem HSV einen echten Schub geben.“

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