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HSV : Slomka warnt vor Aufsteiger Paderborn

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der HSV-Trainer fordert von seiner Mannschaft beim Bundesliga-Heimdebüt „überzeugende Siegermentalität“. Der Club verleiht außerdem Zoua und Demirba.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2014 | 09:52 Uhr

Hamburg | Die lähmende Angst ist erst einmal verschwunden. Beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV werden vor dem Heimdebüt gegen den SC Paderborn (heute, 15.30 Uhr) wieder selbstbewusstere Töne als zuletzt angeschlagen. Die katastrophale Vorsaison mit nur fünf Heimsiegen ist bis auf Weiteres abgehakt, die Stimmung in der Kabine ist nach dem knappen Erfolg im DFB-Pokal in Cottbus und dem 0:0 zum Bundesliga-Auftakt in Köln bestens. „Ich glaube, dass die Mannschaft spürt, dass sie besser drauf ist“, sagte HSV-Trainer Mirko Slomka, „die Stressmomente sind nicht mehr da.“

Ohne Murren nehmen die Profis auch jetzt noch quälende Einheiten wie Treppenläufe am Stadion mit Gewichtswesten hin. Und die zahlreichen Trainingskiebitze reiben sich verwundert die Augen: So ein knallhartes Programm gab es unter den Slomka-Vorgängern Thorsten Fink und Bert van Marwijk nicht zu bestaunen. Mit neu erarbeiteter Fitness bestimmten die Hanseaten beim 1. FC Köln über weite Strecken das Spiel, Slomka wechselte nicht einmal aus. „Wir sollten die Vergangenheit abhaken. Wir sind gut beraten, den Saisonstart anständig hinzubekommen. In jedes Spiel sollten wir so gehen, als wenn es gegen Bayern München geht“, empfahl der routinierte Linksverteidiger Marcell Jansen.

Eine Einstellung, die seinem Trainer gefallen dürfte. Slomka warnte eindringlich vor dem Aufsteiger aus Ostwestfalen, den zahlreiche Experten am Ende der Saison am Tabellenende sehen. Paderborn sei, so Slomka, nicht der Viererbob von Jamaika, sondern eine Mannschaft mit einem klaren, eindeutigen Plan. „Es täte uns gut, jedes Spiel so anzugehen, als wäre es ein Endspiel“, mahnte der 46-Jährige und fügte hinzu: „Ich erwarte eine überzeugende Siegermentalität von meiner Mannschaft.“

Dass es den Hanseaten derzeit in der Offensive an Durchschlagskraft fehlt, kommt für den HSV-Coach nicht überraschend. Torjäger Pierre-Michel Lasogga habe noch Trainingsrückstand, erklärte Slomka, der mit Artjoms Rudnevs nur über eine Alternative verfügt. Der brasilianische Innenverteidiger Cleber steht heute zwar erstmals im Kader, aber in der Startformation wird der Coach dem eingespielten Duo Heiko Westermann/Johan Djourou den Vorzug geben.

Unterdessen ist der HSV bei der angestrebten Verkleinerung des Kaders vorangekommen. Angreifer Jacques Zoua und Mittelfeldspieler Kerem Demirbay verlassen den Club für eine Saison auf Leihbasis. Zoua wechselt zum türkischen Erstligisten Kayseri Erciyesspor, Demirbay schließt sich dem Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern an.

Die voraussichtliche Aufstellung des Hamburger SV: Adler – Diekmeier, Djourou, Westermann, Jansen – Behrami, Badelj – Arslan (Stieber), van der Vaart, Ilicevic – Lasogga

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