Neues vom HSV : Rote Zahlen, Julian Pollersbeck und Trainingslager

Der HSV hat weiterhin seine Finanzen nicht im Griff. Julian Pollersbeck rutscht in der Torhüter-Rangfolge ab.

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21. November 2017, 17:31 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV schreibt erneut rote Zahlen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr häufte der Klub ein Minus von 13,4 Millionen Euro an. Das geht aus dem Jahresabschlussbericht für 2016/17 hervor, den der Fußball-Bundesligist am Dienstag veröffentlichte.

Der finanziell klamme HSV landet bereits zum siebten Mal hintereinander in den roten Zahlen, der Verlust fällt dieses Mal sogar deutlich höher aus als in der vorvergangenen Saison (0,2 Millionen Euro). Schon häufiger musste HSV-Mäzen Klaus-Michael Kühne einspringen und mit einer Finanzspritze aushelfen.

Nach den neuen Zahlen betragen die Verbindlichkeiten der Hanseaten 105,5 Millionen Euro, die erzielten Umsatzerlöse 122,1 Millionen Euro. Nicht erreicht wurde allerdings das Rekordminus von 16,9 Millionen Euro aus dem Geschäftsjahr 2014/15.

Als Gründe für das abermalige Minus in der Vereinskasse gilt der ausbleibende sportliche Erfolg, nicht eingeplante Transferaktivitäten und die Kosten des Trainerwechsels von Bruno Labbadia zu Markus Gisdol. Für neue Spieler wurden 52,6 Millionen Euro investiert.

Ein ausgeglichenes Ergebnis nach Steuern wollen die HSV-Verantwortlichen im aktuellen Geschäftsjahr erzielen. Die Hanseaten kalkulieren dafür mit Rang zwölf am Ende der Saison. Aktuell steht das Team von Gisdol, das am kommenden Sonntag auf 1899 Hoffenheim trifft, auf Platz 15.

Julian Pollersbeck nur noch die Nummer Drei

HSV-Torhüter Julian Pollersbeck werden eine unprofessionelle Einstellung und ein schlechter Fitnesszustand vorgeworfen. Derzeit ist der 23-Jährige hinter Stammkeeper Christian Mathenia und Tom Mickel gerutscht. Der U21-Europameister war im Sommer für 3,5 Millionen Euro vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern zum Hamburger SV in die Fußball-Bundesliga gewechselt und galt lange als künftige Nummer eins.

Jens Todt wies die Kritik in verschiedenen Medien zurück. „Es gibt von uns keinen Tadel, dass sich Julian unprofessionell verhalten würde“, sagte der Sportdirektor des Tabellen-16. dem „Abendblatt“. Die „Bild“-Zeitung zitierte Todt mit den Worten: „Julian arbeitet an seiner Physis. Grundsätzlich ist er auf einem guten Weg.“

Im Spiel gegen den VfB Stuttgart (3:1) hatte Pollersbeck wegen einer Erkältung gefehlt, in der Partie gegen Schalke 04 (0:2) hatte Mickel wegen der besseren Trainingsleistungen den Platz auf der Bank eingenommen. „Es war eine Entscheidung für Tom“, hatte HSV-Coach Markus Gisdol gesagt. Pollersbeck soll sich schon seit längerem einen Ernährungsberater genommen haben. Zudem hat er mit Boxtraining begonnen und absolviert ein Extraprogramm von HSV-Torwart-Trainer Stefan Wächter.

Richtig zufrieden mit der Situation in Hamburg ist aber auch Pollersbecks Berater Roman Rummenigge nicht. „Wir werden uns sehr genau anschauen, wie es in den kommenden Wochen mit Julian weitergeht“, sagte der Sohn von Karl-Heinz Rummenigge im „Abendblatt“.

Wintertrainingslager in Spanien

Der HSV bezieht sein Wintertrainingslager vom 1. bis 8. Januar in Jerez in Spanien. Die frühe Anreise sei der wegen der WM kurzen Winterpause geschuldet, teilte der Club am Dienstag mit. In den acht Tagen sind zwei Testspiele geplant, wobei die Gegner und Anstoßzeiten noch nicht feststehen.

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Die finale Woche der Winterpause wird die Mannschaft von Trainer Markus Gisdol in der Hansestadt verbringen, um sich auf den Rückrundenauftakt am 13. Januar beim FC Augsburg vorzubereiten.

Mittelfeldspieler Walace, der die Partie bei FC Schalke 04 (0:2) wegen einer Knieprellung verpasst hatte, absolvierte am trainingsfreien Dienstag eine individuelle Einheit mit einem Reha-Coach.

mit dpa

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