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HSV gegen Eintracht Frankfurt : Punktgewinn beim Trainerdebüt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Mit viel Kampfgeist und Moral hat der Hamburger SV den Einstand des neuen Trainers Bert van Marwijk gerettet und in der Fußball-Bundesliga ein sportliches Lebenszeichen gesendet. Bei Eintracht Frankfurt erkämpften die Hanseaten ein 2:2 (1:1)-Unentschieden.

shz.de von
erstellt am 29.Sep.2013 | 09:20 Uhr

Marcell Jansen hat Bert van Marwijk bei seinem Debüt auf der Trainerbank des Hamburger SV immerhin einen Punkt beschert. Der Außenverteidiger erzielte am Sonnabendabend vier Minuten vor Schluss den Ausgleichstreffer zum 2:2 (1:1) im Spiel bei Eintracht Frankfurt. Mit nun fünf Punkten rückte der HSV in der Tabelle der Fußball-Bundesliga zumindest bis Sonntag auf Platz 15 vor.

Vor 50 700 Fans hatten Johannes Flum in der 31. Minute und Marco Russ (54.) die Hessen zweimal in Führung gebracht. Pierre-Michel Lasogga (45.+3) hatte für den HSV den zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer zum 1:1 erzielt.

Defensiv geht vor – dieses Motto hatte van Marwijk vor seinem ersten Bundesligaspiel seit dem 17. Dezember 2006 ausgegeben. Damals verlor er mit Borussia Dortmund 1:2 gegen Bayer Leverkusen und wurde einen Tag später entlassen.

Sein neues Team beschränkte sich zunächst nicht nur auf die Sicherung des eigenen Tores, sondern spielte auch nach vorne. Die Anfangsviertelstunde gehörte dem HSV; die Gäste blieben allerdings ohne klare Chance.

Die bot sich dann der Eintracht in der 18. Minute. Tranquillo Barnetta flankte von rechts auf Stefan Aigner, dessen Kopfball von der Unterkante der Latte ins Feld zurücksprang. Die Frankfurter, die weiter auf ihre verletzten Führungsspieler Pirmin Schwegler und Alexander Meier verzichten mussten, übernahmen danach mehr und mehr das Kommando auf dem Rasen.

Hamburg kam nun kaum noch über Ansätze hinaus, auch weil Rafael van der Vaart im Mittelfeld erneut nicht wie erhofft Akzente setzen konnte. Der Holländer fiel lediglich einmal auf, als er einen Freistoß aus gut 20 Metern knapp neben den Pfosten setzte.

Kurz zuvor waren die Frankfurter in Führung gegangen - und das völlig verdient. Aigner vernaschte auf der rechten Seite HSV-Abwehrrecke Johan Djourou, seine flache Hereingabe schob Flum aus Nahdistanz ein. Sechs Minuten vor der Pause hätte es beinahe zum zweiten Mal im HSV-Gehäuse eingeschlagen, doch Torwart René Adler riss bei einem 20-Meter-Kracher von Vaclav Kadlec gedankenschnell die Fäuste hoch.

Damit hielt der Nationalkeeper die Hanseaten im Spiel. Und tatsächlich kam der HSV mit dem Halbzeitpfiff unverhofft zum Ausgleich, als Lasogga nach einem Eckball von Hakan Calhanoglu unhaltbar einköpfte.

Wer meinte, der psychologische Vorteil wäre nun aufseiten der Gäste, sah sich getäuscht. Nur neun Minuten nach Wiederbeginn nutzte Russ eine Schlafeinlage der Hamburger Abwehr zum 2:1. Der erneute Rückstand wirkte wie ein Weckruf auf die Hamburger, die ihre Offensivbemühungen nun deutlich intensivierten. Damit öffneten sie der Eintracht jedoch Räume für Konter, von denen einer durch Aigner (69.) fast zum Erfolg führte. Kurz vor Schluss durfte der HSV dank Jansen doch noch jubeln.

„Wir wussten vorher, dass es nicht einfach wird. Aber wir wollten Fußball spielen. Das haben wir in den ersten Minuten gezeigt, danach war es etwas schlechter. Lasogga hat vor der Halbzeit ein sehr gutes Tor geschossen. In der zweiten Hälfte haben wir sehr viel besser gespielt, aber leider ein völlig unnötiges 2:1 bekommen. Wir haben ein paar sehr kreative Fußballer, das 2:2 ist am Ende verdient", sagte Bert van Marwijk anschließend.

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