Unentschieden gegen den VfL Wolfsburg : Nullnummer im Volksparkstadion: Der HSV tritt auf der Stelle

Duell auf Augenhöhe: Wolfburgs Joshua Guilavogui (l.) und Hamburgs Jan-Fiete Arp.

Duell auf Augenhöhe: Wolfburgs Joshua Guilavogui (l.) und Hamburgs Jan-Fiete Arp.

Gegen die Gäste aus Niedersachsen waren die Hamburger über weite Strecken überlegen. Allein das entscheidende Tor fehlte.

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09. Dezember 2017, 17:35 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV steckt weiter in der Gefahrenzone der Fußball-Bundesliga fest. Trotz einer über weite Strecken überlegen geführten Begegnung kamen die Hanseaten am Samstag im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg am Ende nicht über ein torloses Unentschieden hinaus. Vor 45.226 Zuschauern hatte der zuvor zweimal nacheinander im Volksparkstadion erfolgreiche HSV zwar die klar besseren Chancen, vermochte diese aber nicht in das siegbringende Tor umzumünzen. Die schwachen Gäste erkämpften sich eine Woche nach dem Heim-Triumph über Borussia Mönchengladbach einen glücklichen Punkt.

Die Hamburger, die sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen den VfL durch ein spätes Tor von Luca Waldschmidt zum 2:1-Sieg den direkten Klassenverbleib gesichert hatten, mussten ohne Bobby Wood auskommen. Für den an Knieproblemen leidenden Amerikaner kam Talent Tatsuya Ito ebenso in die Startformation wie überraschend der Brasilianer Walace für Kapitän Gotoku Sakai. Bei den Niedersachsen kehrte Maximilian Arnold nach Rotsperre zurück. William vertrat den erkrankten Gian-Luca Itter (Bronchitis) auf der linken Abwehrseite.

Tatsuya Ito (l.) vertrat Bobby Wood beim HSV.
dpa

Tatsuya Ito (l.) vertrat Bobby Wood beim HSV.

Bei einsetzendem Schneeregen hatten die Gäste, die bisher in dieser Spielzeit nur am 26. August in Frankfurt (1:0) einen Auswärtssieg einfahren konnten, von Beginn an einen schweren Stand. Walace (5.), Jann-Fiete Arp (31.), der freistehend am Tor vorbeischoss, und Gideon Jung (33.) ließen dabei erstklassige Einschussmöglichkeiten für die überlegenen, aber im Abschluss zu fahrigen Hausherren aus.

Die Niedersachsen waren ihrerseits zwar durchaus bemüht, selbst auch konstruktiv nach vorne zu spielen, doch Nationalspieler Mario Gomez war dort meist auf sich allein gestellt. So war es dann auch kaum verwunderlich, dass HSV-Keeper Christian Mathenia vor der Pause keinen einzigen gefährlichen Schuss auf seinen Kasten bekam.

Nach dem Wechsel wurden die Aktionen der Mannschaft aus der VW-Stadt etwas zwingender, dafür ließen die Hanseaten vorübergehend etwas nach. Mit der Hereinnahme von VfL-Schreck Waldschmidt wollte HSV-Coach Markus Gisdol die eigene Zielvorgabe des dritten Heimsieges in Serie noch einmal unterstreichen. Sofort ging ein Rück durch HSV-Spieler und -Fans, es wurde wieder lauter im Volksparkstadion. Der von Filip Kostic gut angespielte Aaron Hunt ließ dann aber die nächste gute HSV-Chance liegen, weil er über den Ball trat (64.).

Fünf Minuten später verhinderte VfL-Torhüter Koen Casteels mit einer Glanzparade bei einem Schuss von Dennis Diekmeier dessen erstes Bundesliga-Tor. Danach allerdings verpuffte die zwischenzeitliche HSV-Überlegenheit schon wieder. Da Spielmacher Hunt ebenso wie der später ausgewechselte Jungstürmer nicht ihren besten Tag erwischt hatten, blieben gute Offensivaktionen in der Schlussphase Mangelware. Auch ein letzter Kostic-Kopfball fand nicht den Weg ins Tor (90.)

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