Polizei verhindert Platzsturm : Neun Verletzte bei Krawallen nach HSV-Niederlage

Nach dem Spiel gegen Hertha hatten sich mehrere Anhänger im Block der Ultras untereinander geprügelt. Symbolbild.

Nach dem Spiel gegen Hertha hatten sich mehrere Anhänger im Block der Ultras untereinander geprügelt. Symbolbild.

Nach dem Spiel hatten sich Anhänger im Block der Ultras geprügelt. Eine Massenschlägerei gab es auch in Leverkusen.

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18. März 2018, 11:51 Uhr

Hamburg | Neun Menschen sind bei den Ausschreitungen im Hamburger Volksparkstadion nach der 1:2-Niederlage des HSV gegen Hertha BSC am Samstag verletzt worden. Das teilte die Hamburger Polizei am Sonntag auf Anfrage mit. Dabei handelt es sich um sechs Ordner, eine Polizeibeamtin und zwei HSV-Anhänger.

Nach dem Spiel hatten sich mehrere Anhänger im Block der Ultras untereinander geprügelt. Ein versuchter Platzsturm einiger Vermummter wurde von den Ordnungskräften und der Polizei unterbunden. Mehrere Randalierer wollten danach über den Zugang an der Ostseite der Arena ins Stadioninnere eindringen. Das verhinderten die Sicherheitskräfte.

Dabei kamen Schlagstöcke und Pfefferspray zum Einsatz. Einige Randalierer wurden am Rande eines Trainingsplatzes festgesetzt, um ihre Personalien aufzunehmen.

Krawalle vor dem Rhein-Derby

Eine Massenschlägerei zwischen mehreren hundert gewaltbereiten Fußballfans gab es auch in Leverkusen. Rund 250 Anhänger von Bayer 04 Leverkusen und 150 des 1. FC Köln seien am Samstag am Vorabend des Bundesliga-Derbys aufeinander los gegangen, berichtete die Kölner Polizei am Sonntag.

200 Polizisten waren im Einsatz, um die Lage unter Kontrolle zu bringen. Wie viele Menschen verletzt wurden, blieb unklar, weil diese verschwanden anstatt sich behandeln zu lassen.

Etwa 250 Leverkusener Anhänger hätten beim Abschlusstraining ihrer Mannschaft zunächst massiv Pyrotechnik abgebrannt. Der Rauch habe den Verkehr auf der Autobahn 1 behindert. Einige Stunden später seien dann mehrere Autos mit Kölner Anhängern erschienen, die von Leverkusenern angegriffen und erheblich beschädigt worden seien.

Dann seien 150 Kölner Störer auf die Leverkusener Anhänger zugestürmt. Diese hätten sich daraufhin maskiert und mit Latten und Verkehrszeichen bewaffnet. Das Geschehen habe sich dann über die Leverkusener Innenstadt ausgebreitet.

Die Polizei stoppte etwa 80 Kölner Störer am Bahnhof Leverkusen, stellte eine etwa 100 Mann starke Leverkusener Gruppe und nahm von ihnen die Personalien auf. Bei beiden Gruppen seien große Mengen Schlaggegenstände sichergestellt worden. Die Polizei ermittelt nun wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

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