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Adler nur gegen Bremen gesperrt : Neues vom HSV: Werder schlagen, sonst winkt die 16

vom
Aus der Onlineredaktion

Die Konkurrenz punktet, der HSV nicht. „Zum Kotzen“, sagt der Kapitän. Nun geht wieder die Abstiegsangst um.

shz.de von
erstellt am 18.Apr.2016 | 15:54 Uhr

Hamburg | Nun geht doch das Zittern wieder los beim Hamburger SV: Bei nur drei Punkten Vorsprung auf den Tabellen-16. Werder Bremen ist es endgültig vorbei mit der „Saison Sorgenfrei“. Am Freitag um 20.30 Uhr ertönt der Pfiff zur Abstiegsschlacht – ausgerechnet der Erzrivale von der Weser kommt zu Gast.

Der Hamburger SV wollte endlich wieder mal eine ruhigere Saison erleben. Nach die Niederlage gegen Dortmund erleidet der Club einen erneuten Rückfall in den Angstzustand.

„Das ist das wichtigste Spiel des Jahres“, sagt Kapitän Lewis Holtby, als wäre es ein vorgezogenes Relegations-Duell – das dritte in Folge. Bei einer Niederlage wären die Nord-Clubs punktgleich und der HSV wieder mitten drin in dem merklich vertrauten Sog eines dunklen Frühlings. Ein Sieg hingegen würde beinahe schon die Rettung bedeuten. Doch mit der Last des Dortmund-Desasters auf den Schultern werden die Beine nicht leichter, das Restprogramm ist happig und andere Vereine aus der Kellerregion wie die TSG Hoffenheim und der FC Augsburg kommen emporgeschossen.

Bei der 3:0-Niederlage beim Tabellenzweiten verletzten sich drei Spieler, Torhüter Rene Adler holte sich überdies eine rote Karte ab, so dass die Hamburger am Ende nur noch zu Neunt auf dem Platz standen. Man sei bedient, ließ Trainer Bruno Labbadia wissen. „Zum Kotzen, dass wir uns nicht belohnen, und ganz schlimm, dass wir so viele wichtige Spieler verloren haben“, kommentierte Holtby die Situation nach Dortmund. Jetzt müsse man Charakter zeigen. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verhängte am Montag sein Urteil: Adler wurde wegen unsportlichen Verhaltens für ein Spiel gesperrt, die Mindeststrafe bei roten Karten. Der Torwart war von Schiedsrichter Marco Fritz (Korb) des Feldes verwiesen worden, nachdem er den Japaner Shinji Kagawa vor dem Strafraum von den Beinen geholt hatte.

Den neu verletzten Profis Pierre-Michel Lasogga (Knie), Albin Ekdal und Nicolai Müller (leichte Oberschenkelzerrung) droht gegen Bremen eine Zwangspause. Die Chancen auf einen Einsatz stehen bei Lasogga am besten, der Trojäger stieg am Dienstag wieder ins Mannschaftstraining ein.

Eine Trainer-Diskussion gibt es derweil nicht in Hamburg. Labbadias Arbeit wird viel Vertrauen entgegengebracht. Sieht man vom 1. Spieltag ab, stand sein Team nie unterhalb von Platz 13. Doch im Fall einer Derby-Niederlage würde der Notfall-Modus eingestellt. So kann die Stimmung schnell kippen. „Wir müssen uns jetzt auf ein intensives Spiel vorbereiten, aber gleichzeitig die Ruhe bewahren. Wir gehen mit Zuversicht in dieses Spiel und dürfen nicht die Nerven verlieren“, sagt Labbadia. Am letzten Spieltag könnte es ein weiteres Abstiegs-Finale geben beim wiedererstarkten FC Augsburg, der zuletzt zweimal in Folge siegte.

Das Restprogramm des HSV

31. Spieltag HSV - Werder Bremen 22. April, 20.30 Uhr
32. Spieltag FSV Mainz 05 - HSV 30. April, 15.30 Uhr
33. Spieltag HSV - VFL Wolfsburg 7. Mai, 15.30 Uhr
34. Spieltag FC Augsburg - HSV 14. Mai, 15.30 Uhr

 

Des Restprogramm von Werder Bremen

31. Spieltag HSV - Werder Bremen 22. April, 20.30 Uhr
32. Spieltag Werder Bremen - VfB Stuttgart 2. Mai, 20.15 Uhr
33. Spieltag 1. FC Köln - Werder Bremen 7. Mai, 15.30 Uhr
34. Spieltag Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 14. Mai, 15.30 Uhr

 

In den sozialen Netzwerken geht es schon wieder munter zu, was die Rothosen angeht. Das unfreiwillige „Tod oder Gladiolen“ im Mai gehört schon fast zur Twitter-Kultur.

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