zur Navigation springen

Abstiegskampf des Bundesliga-Dinos : Neues vom HSV: Todt will Relegation abschaffen, Kühne lässt Zahlung offen

vom
Aus der Onlineredaktion

Relegationsspiele sind Hoffung und Last für den HSV. Klaus-Michael Kühne hat die Spendierhosen zugeschnürt.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 11:19 Uhr

Hamburg | Jens Todt, Sportdirektor des Platz-16-Abonnenten HSV, ist für die Abschaffung der Relegationsspiele zwischen dem Drittletzten der Fußball-Bundesliga und dem Dritten der 2. Liga. „Natürlich ist die Relegation für die Fans eine spannende Sache. Aber ich bin generell dafür, sie abzuschaffen“, sagte der Ex-Nationalspieler der „Bild“-Zeitung.

Im Jahr 2015 war er noch als Manager des Zweitligisten Karlsruher SC knapp an seinem derzeitigen Verein Hamburger SV gescheitert, dem in dieser Saison im Kampf um den Klassenverbleib bereits die dritte Relegation in vier Jahren droht.

„Wenn man als Zweitligist eine richtig gute Saison spielt und dann so knapp scheitert, ist das extrem bitter“, erklärte Todt seinen Standpunkt. Der KSC hatte vor zwei Jahren nach einem 1:1 in Hamburg im Rückspiel bis in die Nachspielzeit mit 1:0 geführt, ehe ein umstrittener Freistoß den HSV in die Verlängerung rettete. Dort sorgte Nicolai Müller dann mit dem späten 2:1 für den erneuten Klassenverbleib des letzten Bundesliga-Dinos.

Schon damals hatte sich Todt noch im Gefühl der unglücklichen Niederlage mit drastischen Worten gegen die K.o.-Duelle in der Relegation ausgesprochen. „Man kann gar nicht so viel essen, wie man kotzen möchte“, sagte der heutige HSV-Sportdirektor seinerzeit.

<p>Milliardär Klaus-Michael Kühne zögert.</p>

Milliardär Klaus-Michael Kühne zögert.

Foto: dpa

HSV-Geldgeber Klaus-Michael Kühne zeigt sich gegenüber der „Bild“ zerknirscht über die Entwicklung, die der Verein trotz seiner Millionen nimmt. Er bestimme nicht über Spielertransfers, habe die Finanzierung des einen oder anderen Vorschlag der „Fachleute“ aber auch mal abgelehnt. „Da waren aber auch die dollsten Namen im Gespräch. Schweinsteiger zum Beispiel...“

Ob er weiter dringend benötigtes Geld in die klammen Vereinsadern injiziert, ließ Kühne offen: „Ich will das nicht ausschließen. Und ich weiß, dass man das von mir erwartet. Aber ich will abwarten, wie die Saison verläuft. Und leider ist alles möglich, auch der Abstieg. Sollte es passieren, was ich nicht hoffe, muss ein Jahr später unbedingt der Wiederaufstieg klappen. Sonst steht der Verein vor einer Zerreißprobe.“ Allein im vergangenen Sommer hatte Kühne den Hanseaten 38 Millionen Euro für die Kaderplanung zur Verfügung gestellt.

Aus eigener Kraft kann der Verein den rettenden 15. Platz kaum mehr erreichen, da ihn ein schlechtes Torverhältnis plagt. Am kommenden Samstag muss der HSV auf Schalke antreten, bevor am Wochenende darauf – dem letzten Spieltag der Saison – der VfL Wolfsburg zu Gast ist. Der wohl scheidende Torwart René Adler fällt bis zur Sommerpause aus. Am Ende könnte Todt dankbar sein, dass es die Relegationsspiele gibt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen