Spieler der U21 des Hamburger SV : Neues vom HSV: Stephan Ambrosius trainiert mit den Profis

Stephan Ambrosius trainiert in dieser Woche bei den Profis mit und könnte gegen Dortmund zum Einsatz kommen.

Stephan Ambrosius trainiert in dieser Woche bei den Profis mit.

Der 19-Jährige könnte als Ersatz für Kyriakos Papadopoulos am Samstag gegen Dortmund auf dem Platz stehen.

shz.de von
08. Februar 2018, 10:27 Uhr

Hamburg | HSV-Trainer Bernd Hollerbach hat zwei Nachwuchsspieler in die Übungseinheiten des Fußball-Bundesligisten integriert: den 17 Jahre alten Außenverteidiger Josha Vagnoman aus der U19-Mannschaft und den 19 Jahre alten Innenverteidiger Stephan Ambrosius aus dem Regionalliga-Team.

Ambrosius war noch am Donnerstag fest davon ausgegangen, am Samstag gegen den SC Weiche 08 mit der U21 des HSV in der Regionalliga anzutreten – jetzt trainiert er mit den Profis und könnte gegen Borussia Dortmund (Samstag, 15.30 Uhr/Sky) schon auf dem Platz stehen. Denn Stammspieler Kyriakos Papadopoulos ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Hannover 96 (1:1) für das Spiel in Dortmund gesperrt. Ambrosius ist gebürtiger Hamburger und wechselte 2012 vom FC St. Pauli zum HSV. Dort ist er seit dem Sommer einer der Leistungsträger der U21.

Arp und Jung nicht im Training

Der HSV hat mit Gideon Jung bis 2022 verlängert.
Daniel Reinhardt
Gideon Jung kuriert einen Hexenschuss aus.
 

Stürmer Jann-Fiete Arp hingegen schwänzte am Mittwoch das Training. Der 18 Jahre alte Gymnasiast drückte stattdessen die Schulbank und bereitete sich auf die Abiturprüfung vor. Gideon Jung steht ebenfalls noch nicht für das Teamtraining zur Verfügung. Der defensive Mittelfeldakteur absolvierte nach seinem Hexenschuss lediglich eine individuelle Einheit.

Durchhalteparolen von Mathenia und Kostic

Hamburgs Torwart Christian Mathenia. /Archiv
Jan Woitas
Hamburgs Torwart Christian Mathenia. /Archiv
 

Torhüter Christian Mathenia glaubt, dass ein Abstieg seines Vereins aus der Bundesliga ein Verlust für den deutschen Profi-Fußball wäre. Der HSV habe „in Deutschland und Teilen Europas“ einen großen Stellenwert, sagte der 25 Jahre alte Keeper der „Sport Bild“ und versicherte: „Der Verein tut der Liga und ganz Fußball-Deutschland gut.“ Seine Mannschaft bezeichnete er als „druckerprobt“ im Abstiegskampf.

„Wir haben schon bewiesen, dass wir damit sehr gut umgehen können“, sagte Mathenia. Er gab aber zu: „Der Druck ist schon groß. Gerade vor dem Hintergrund, dass der Club noch nie abgestiegen ist. Jeder Spieler und vor allem wir als Team wollen nicht negativ in die Geschichtsbücher eingehen.“ Die Situation sei „einfach anders als etwa bei Mainz oder Freiburg. Weil hier einfach mehr dahintersteckt“.

Mathenia bezeichnete den HSV als eine Mannschaft, „die eine gewisse Härte braucht“. Das sei schon unter Ex-Trainer Markus Gisdol so gewesen. „In den Phasen, in denen wir sehr hart trainiert haben, haben wir unsere besten Spiele abgeliefert“, meinte der Torhüter. Gisdol-Nachfolger Bernd Hollerbach hat sowohl das Pensum als auch die Intensität des Trainings erhöht.

Filip Kostic ist ebenfalls optimistisch. „Vieles entscheidet sich im Kopf, und ich habe den Eindruck, dass wir wieder an uns glauben, dass wir positiv sind und nach Dortmund fahren, um zu zeigen, was wir können“, sagte der 25 Jahre alte Serbe der „Hamburger Morgenpost“. „Natürlich war das Selbstvertrauen eine ganze Weile im Keller, aber das hat sich geändert“, sagte Kostic. Die Unentschieden zuletzt bei RB Leipzig (1:1) und gegen Hannover 96 (1:1) hätten gezeigt, „dass wir Moral haben und Leben in uns steckt“.

Seine veränderte Rolle im Sturm mit mehr Freiheiten in der Mitte, die ihm Trainer Bernd Hollerbach zugewiesen hat, gefalle ihm. „Ich finde, es hat bisher gut geklappt, ich fühle mich in diesem System wohl“, sagte Kostic. Der Offensivspieler hat in den beiden vergangenen Partien jeweils ein Tor erzielt und ist mit vier Treffern torgefährlichster Hamburger in dieser Saison.

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