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Neuer Torhüter gesucht : Neues vom HSV: René Adler sagt „tschüss“

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Aus der Onlineredaktion

Mit Wehmut aber ohne Vertrag: René Adler hat das Kapitel HSV via Facebook abgeschlossen.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 12:11 Uhr

Hamburg | Keine Überraschung mehr, aber dafür ist es nun amtlich: Ex-Nationaltorhüter René Adler wird den HSV am Saisonende verlassen. „Ich gehe nicht im Groll, aber mit viel Wehmut - besonders nach diesem mal wieder emotionalen Saisonfinale!“, erklärte der 32-Jährige in persönlichen Worten am Montagvormittag auf Facebook. „Ich habe den HSV-Verantwortlichen eben mitgeteilt, dass ich meinen Vertrag über den 30.06. hinaus nicht verlängern werde. Es wird für mich also leider kein sechstes Jahr für diesen besonderen Verein mit seinen einzigartigen Fans geben“, gab er zu wissen.

Der Vertrag des 2012 aus Leverkusen an die Elbe gewechselten Tormannes, endet mit dem Saisonabschluss. Der Verein hätte den Keeper wohl nur zu deutlich verringerten Bezügen halten wollen, Adler galt als Spitzenverdiener aus einer anderen Epoche. Die letzten Wochen des Abstiegskampfes hatte der gebürtige Leipziger aufgrund einer wiederholten Rippenverletzung verpasst. Somit war schon seit einiger Zeit anzunehmen, dass Adler nie mehr für den HSV auflaufen würde.

In den letzten Wochen hatte es Spekulationen gegeben, wonach der FC Bayern München sowie Bundesliga-Aufsteiger Hannover 96 an Adler interessiert seien. Überdies war zu vernehmen, dass der Schlussmann gerne noch einmal in England spielen würde.

Für den HSV heißt es nun, eine neue Alternative auf der Torhüterposition zu finden, die es mit Christian Mathenia aufnehmen kann. Der dritte Torwart Tom Mickel allein kommt nicht in Betracht. Dafür aber wohl Julian Pollersbeck (22), der sich beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern über die Saison als sicherer Rückhalt erwies und 14 Mal die „weiße Weste“ bewahren konnte – so häufig wie Manuel Neuer in Liga 1. Laut „Bild“ sieht sich der Club aber auch in Dänemark nach einem neuen Keeper um. Der schwedische Nationalspieler Robin Olsen könnte vom dänischen Meister FC Kopenhagen kommen.

„Wir müssen kluge Entscheidungen treffen, wir brauchen eine hungrige Mannschaft“, sagte Trainer Gisdol im „Sportclub“ des NDR-Fernsehens.

Eine zentrale Personalie ist Kyriakos Papadopoulos: Der Abwehrchef soll unbedingt gehalten werden. „Papa würde gerne hierbleiben. Er ist einer der Pfeiler“, meinte der HSV-Coach. Papadopoulos ist von Bayer Leverkusen für rund zwei Millionen Euro (inklusive Gehalt) bis 30. Juni ausgeliehen. Bayer signalisierte Bereitschaft für den Transfer. Man wolle über die Personalie reden, sagte Sportchef Rudi Völler.

Denn der Verein habe auf dieser Position gute Spieler. Papadopoulos' Marktwert liegt bei fünf Millionen Euro. Gisdol legte Grundsätze fest für den Umbruch: „Wir müssen uns in die Richtung entwickeln, dass die Jungs, die bei uns im Verein spielen, mit großem Stolz unser Wappen tragen, dass der HSV etwas Besonderes ist.“

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