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Vor der Saison : Neues vom HSV: Pollersbeck patzt und Denswil rückt näher

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Aus der Onlineredaktion

Der neue HSV-Keeper braucht derzeit Rückhalt. Vielleicht bekommt er in dieser Woche einen neuen Vordermann.

shz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 14:15 Uhr

Hamburg | Seine 55. Bundesliga-Saison sieht der HSV auf sich zukommen. In 18 Tages geht es im DFB-Pokal gegen Osnabrück, in gut drei Wochen startet die Liga daheim gegen Augsburg. Eigenlich sollte der Kader von Trainer Markus Gisdol schon fertig zusammengestellt sein. Weiterhin fehlen allerdings ein neuer Innenverteidiger und ein Linksverteidiger, um die Mannschaft komplett nennen zu können.

Für den Top-Kandidaten Stefano Denswil vom FC Brügge soll Edel-Fan Klaus-Michael Kühne nun bereit sein, sechs Millionen Euro Ablöse nach Belgien zu überweisen. Wie die „Sportbild“ berichtet, verlangen die Belgier allerdings sieben Millionen für den 24-Jährigen, dessen Wechsel Sportdirektor Jens Todt möglichst schnell über die Bühne bringen will. Brügge spielt am Abend in der Champions-League-Qualifikation gegen Medipol Basaksehir. Da passt es ins Bild, dass der Fußball-Bundesligist am Mittwoch aus seinem Trainingslager in Längenfeld/Tirol mitteilte, dass Coach Markus Gisdol und Sportchef Jens Todt „wegen einer Spielbeobachtung“ bei der Einheit am Mittwochnachmittag fehlen.

Todt hatte wiederholt betont, dass möglichst zeitnah ein Innen- und ein Linksverteidiger kommen sollen. Für den Linksfuß Denswil spricht, dass er schon auf beiden Positionen gespielt hat. Vornehmlich soll der Niederländer, der 31 Nachwuchs-Länderspiele und für Brügge auch mehrere Champions-League-Partien absolviert hat, aber in der Abwehrzentrale des HSV zum Einsatz kommen. Dort stehen Gisdol in Mergim Mavraj, Kyriakos Papadopoulos und Bjarne Thoelke derzeit lediglich drei gelernte Innenverteidiger zur Verfügung.

Als Alternative für Denswil wird der Schweizer Saulo Decarli von Zweitligist Eintracht Braunschweig gehandelt, der dort gerade in die U23 verbannt wurde. Wer der neue Linksverteidiger werden könnte, zeichnet sich derzeit noch nicht ab.

Die neue Torhüter-Hoffnung der Hamburger sorgt erneut für negative Schlagzeilen. Trotz des erneuten Patzers von Neuzugang Julian Pollersbeck stellen sich der Verantwortlichen hinter den U21-Europameister. „Mit so etwas musst du klarkommen und es abhaken. Das ist auch eine Qualität“, sagte Trainer Markus Gisdol nach dem 1:1 (0:1) des norddeutschen Fußball-Bundesligisten im Test in Imst/Tirol gegen Sparta Rotterdam. Sportchef Jens Todt bewahrt ebenfalls die Ruhe. „Ich mache mir keine Sorgen um ihn“, sagte er Hamburger Medien.

 

Beim 0:1 gegen Rotterdam hatte 3,5-Millionen-Zugang Pollersbeck am Dienstag den Ball nach einer harmlosen Flanke durch die Hände gleiten lassen und so Rick van Drongelens Tor ermöglicht. In der Vorwoche gegen Holstein Kiel (3:5) hatte er unter anderem einen Treffer aus 70 Metern Entfernung zugelassen, da er zu weit vor dem Tor stand.

Dass damit im Kampf um die Nummer eins im Tor schon die Entscheidung zugunsten von Christian Mathenia gefallen sei, ließ Gisdol so nicht stehen. „Es ist klar, wenn es einen Zweikampf um eine Position gibt, dass es dann nicht förderlich ist, wenn man Fehler macht. In der Entwicklung von jungen Torhütern gehört das aber dazu.“ Auch Nationalkeeper Manuel Neuer habe in jungen Jahren öfter gepatzt.

U21-Auswahlcoach Stefan Kuntz, der mit Pollersbeck im Tor im Juni den Europameister-Titel geholt hat, stärkt den 22-Jährigen und sieht ihn „bereit für die Bundesliga“, wie er der „Sportbild“ sagte. „An Julian ist zu sehen: Wenn die Jungs spielen, machen sie neue Erfahrungen. Dadurch werden sie immer besser.“ Pollersbeck avancierte in der vergangenen Saison beim 1. FC Kaiserslautern zur Nummer eins und hatte entscheidenden Anteil am Klassenverbleib der Pfälzer.

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