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Spiel gegen Hannover 96 im Free-TV? : Neues vom HSV: Pläne mit Salihovic und die Chance der Jugend

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Vielleicht gibt ein japanischer A-Junior sein HSV-Debüt im Free-TV – oder aber ein alter Hase.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2017 | 14:25 Uhr

Hamburg | HSV-Sportchef Jens Todt muss handeln: Nur noch 16 gesunde Profis stehen Trainer Markus Gisdol derzeit zur Verfügung. Nun hat es auch noch Linksverteidiger Rick van Drongelen ernsthafter erwischt als vermutet. Der 18-jährige Niederländer fällt für das Spiel gegen Hannover 96 (viertes Freitagsspiel in Folge, 20.30 Uhr) aufgrund eines Knochenödems im Becken aus, ihm droht eine wochenlange Pause.

Da auch Nicolai Müller (Kreuzbandriss), Filip Kostic (Muskelfaserriss), Bjarne Thoelke (Innenbandriss) und Aaron Hunt (Muskelfaserriss) verletzt sind, ist die Personaldecke bedenklich dünn. Laut einem Bericht des „Kicker“ hat sich Todt, der vertragslose Neuzugänge bis zuletzt ausgeschlossen hatte, nun doch noch zugeschnappt. Der Ex-Hoffenheimer Sejad Salihovic befindet sich laut dem Bericht beim Medizincheck. Der 32-jährige Freistoß-Experte, der nach Jahren in China und der Schweiz derzeit ohne Vertrag ist, könnte schon am Freitag in roten Hosen auflaufen. Zuletzt hatte sich der bosnische Linksfuß bei seinem Ex-Verein 1899 Hoffenheim fit gehalten, wo er jahrelang die Kapitänsbinde trug.

Das Spiel gegen Hannover bietet aber auch Chancen. So könnte es die Wiederkehr des zum Saisonstart nicht mehr berücksichtigten Douglas Santos bedeuten. Weil der HSV am Ende doch keinen neuen linken Verteidiger fand, durfte der Brasilianer Ende August nicht nach Eindhoven wechseln. Durch die angespannte Personalsituation darf der Spieler sich nun Hoffnung machen, in Hannover eine neue Chance zu bekommen.

Stattdessen nutzt der HSV nutzt die Verletzungs-Misere nun, um der Jugend um Fieste Arp und Bakery Jatta eine Chance zu geben. Notgedrungene Kaderaufstockungen aus den U-Teams sollen für Wirbel sorgen. So dürfen nun auch Törles Knöll (19), Patric Pfeifer (18), Aaron Opoku (18) und Tatsuya Ito (20) beim Training mitmischen. Der 1,66 Meter große japanische Flügelflitzer Ito hat einen furiosen Start in die neue Regionalligasaison hingelegt und konnte bereits drei Tore vorbereiten. Laut „Hamburger Morgenpost“ könnte der unbekannte Wirbelwind gegen Hannover bereits in den Kader rücken.

<p>Tatsuya Ito wird gerade bei den Profis getestet – vielleicht blüht dem Japaner ein Kaderplatz gegen Hannover.</p>

Tatsuya Ito wird gerade bei den Profis getestet – vielleicht blüht dem Japaner ein Kaderplatz gegen Hannover.

Foto: imago/Michael Schwarz

Zurück im Abwehr-Block ist Mergim Mavraj (31) nach seiner Gelb-Rot-Sperre. Der albanische Nationalspieler erklärte in der „Bild“ mit breiter Brust, was den HSV stark macht und warum das Heranrücken der Ersatz- und Jugendspieler letztlich positiv besetzt sind, Teamgedanke und das Aufreiben füreinander seien die DNA der Hamburger. „Uns schlägt einfach keine Mannschaft mehr im Vorbeigehen“, sagte der Innenverteidiger. „Die Mannschaft hat in der Vergangenheit gezeigt, dass sie so etwas auffangen kann. Es ist eine riesige Chance für diejenigen, die vermeintlich ein Stück weit hintendran sind.“

Annäherung im Streit mit Eurosport

Nach den wiederholten technischen Störungen bei den TV-Übertragungen hat sich der Verein bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) über Eurosport beschwert – offenbar mit Konsquenzen. Das Nordduell zwischen Hannover 96 und dem Hamburger SV am Freitag könnte nach den jüngsten Technik-Problemen von Eurosport im Free-TV ausgestrahlt werden. „Grundsätzlich haben wir die Möglichkeit, ein Spiel pro Halbserie im frei empfangbaren Fernsehen zu zeigen. Welches das ist, ist noch nicht entschieden“, sagte ein Eurosport-Sprecher am Dienstag. Zuvor hatte die „Bild“ über entsprechende Überlegungen berichtet.

Eurosport hat seit dieser Saison die Rechte unter anderem für die Freitagsspiele in der Fußball-Bundesliga. Diese müssen über das Internet per Stream gezeigt werden, da sich der Spartensender nicht über eine Einspeisung bei Sky mit dem Pay-TV-Sender einigen konnte. Möglich ist auch, die Spiele über den noch teureren, aber technisch einwandfreien Satelliten-Empfang HD+ zu schauen. Beim kostenpflichtigen sogenannten „Eurosport Player“, über den die Spiele zu sehen sind, hatte es zuletzt wiederholt technische Probleme gegeben. Der Hamburger SV hatte deswegen bereits Beschwerde bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht. An den ersten vier Spieltagen muss/musste der HSV immer das Freitagabendspiel bestreiten, so dass Eurosport die Übertragungen durchführte. Erst am 8. Spieltag dürfen die Rothosen bei einem Samstagspiel um 15.30 Uhr auflaufen.

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