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Wintertransfer vom 1. FC Köln : Neues vom HSV: Mergim Mavraj und der Fahrplan gegen den Abstieg

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Vertrag bis 2019 ist offiziell unterschrieben: Mit Mergim Mavraj hat der HSV seinen ersten Winter-Zugang eingetütet.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2016 | 12:12 Uhr

Hamburg | Der HSV hat seinen ersten Winter-Transfer eingetütet. Mit Routinier Mergim Mavraj vom 1. FC Köln will der abstiegsgefährdete Club seine Innenverteidigung in den 18 Rückrundenspielen stabilisieren. Laut einem Bericht der „Bild“ kostet der Transfer des in Hanau geborenen albanischen Nationalspielers den Erstligisten 1,8 Millionen Euro Ablöse plus eine Bonuszahlung im Falle des Klassenerhalts.

Die Abwehr ist einer der Hauptbaustellen beim HSV . Mit 31 Gegentreffern hat man nach Werder Bremen (34) die statistisch schwächste Defensive der Fußball-Bundesliga. Überdies wurde Innenverteidiger Johan Djourou  bereits im November von Trainer Markus Gisdol als Kapitän entmachtet.

Der HSV hat die Verpflichtung des 1,89-Meter-Mannes bis Sommer 2019 offiziell bestätigt.

Mavraj, der früher für den VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth auflief, war im gesamten Jahr 2016 ein Leistungsträger im Team von Köln-Trainer Peter Stöger. Er lief in allen 16 Spielen dieser Saison von Beginn an auf und hatte großen Anteil daran, dass die Kölner lediglich 15 Gegentreffer kassierten. In seinen ersten beiden Jahren beim FC war Mavraj allerdings über den Status des Ersatzspielers nicht herausgekommen.

Neben dem Albaner gibt es auch Gerüchte, wonach sich die Hamburger zusätzlich mit Bayern-Innenverteidiger Holger Badstuber in der Hintermannschaft verstärken wollen. Der Vertrag des seit Jahren von schweren Verletzungen geplagten Ex-Nationalspielers endet im Juni. Dann wäre der spielerisch versierte Abwehrmann ablösefrei.

Um den erstmaligen Abstieg des HSV zu verhindern, drehen die Verantwortlichen das Personalkarussell weiter kräftig. Fragen und Antworten.

Auf welchen Positionen will sich der HSV noch verstärken?

Als Problemzone beim Tabellen-Drittletzten hat sich in der Hinrunde eindeutig die Defensive erwiesen. In Innenverteidiger Mergim Mavraj (30), der für rund 1,8 Millionen Euro vom 1. FC Köln verpflichtet wurde, hat Trainer Markus Gisdol seine erste Verstärkung gefunden.

Weitere sollen dem albanischen Nationalspieler folgen. Ein Abwehr- und ein defensiver Mittelfeldspieler könnten noch hinzukommen. Als Kandidaten gelten Kyriakos Papadopoulos (RB Leipzig) und Eugen Polanski (1899 Hoffenheim).

Wen will der HSV noch abgeben?

Während leistungsstarke Defensivkräfte Mangelware sind, herrscht in der Offensive der Hanseaten ein Überangebot. Und so können - bei entsprechenden Angeboten - die Edelreservisten Pierre-Michel Lasogga, Alen Halilovic und Nabil Bahoui den Nordclub verlassen. Bahoui sollen Angebote aus Griechenland vorliegen, Lasogga ist beim SC Southampton und angeblich beim FC Schalke 04 im Gespräch. Und der mit großen Vorschusslorbeeren vom FC Barcelona geholte Jungstar Halilovic, der von Gisdol zuletzt überhaupt nicht mehr berücksichtigt wurde, könnte trotz Vertrags bis 2020 an einen spanischen Top-Club verkauft werden.

Wer kümmert sich nach Beiersdorfer um mögliche Transfers?

Dies wäre eigentlich Aufgabe des neuen Sportdirektors. Doch so lange der Neue nicht verpflichtet ist, würde dies zur Chefsache werden.

Heribert Bruchhagen hat bereits angekündigt, dass er sich den Job dank seiner langjährigen Liga-Erfahrung für eine Übergangsfrist durchaus zutraut.

Welche Rolle spielt Geldgeber Klaus-Michael Kühne unter Bruchhagen?

Obwohl er die Abhängigkeit des HSV von Kühne zu seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt öfter kritisiert hatte, will und muss Bruchhagen das Gespräch mit HSV-Fan und -Geldgeber Kühne suchen. Sonst wäre es für den klammen Traditionsclub schwierig, weitere Transfers zu stemmen.

Deshalb ließ Bruchhagen bereits wissen, dass Kühne „ein Glücksfall“ für den HSV ist: „Ich bin selbstverständlich im Austausch mit Herrn Kühne. Es wird auch in absehbarer Zeit ein Treffen geben.“

Wen will Bruchhagen als Sportdirektor - und wann kommt der Neue?

Bruchhagen will sich bei dieser wichtigen Personalie Zeit lassen. Er sondiert bereits intensiv den Markt, will aber keinerlei Auskünfte geben: „Das ist eine Blackbox“, sagte der neue Vorstandschef. Eine schnelle Lösung bis zum Trainingsstart Anfang Januar schloss er aber als „unrealistisch“ aus.

Zwei Dinge zum Anforderungsprofil sind bekannt. Der Neue und Trainer Gisdol müssen gut zusammenpassen. Und auch die Finanzen müssen stimmen, erklärte Bruchhagen: „Es muss auch wirtschaftlich passen.“

 
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