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„Sanierungsfall“ : Neues vom HSV: Kühne stockt auf, Obsthändler bringt Millionen

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Aus der Onlineredaktion

Vitamine für die klammen Kassen: Der HSV soll einen Obsthändler als Investor an Land gezogen haben.

Hamburg | Sechs Spiele ohne Sieg: Der HSV kommt der Abstiegszone allmählich näher. Die siegeswilligen Rothosen mussten sich am Sonntag mit einem 1:1 (0:1) gegen den 1. FC Köln begnügen. Neben der sportlichen Talfahrt, die nunmehr unschöne Erinnerungen an die vergangene Rückrunde wachruft, macht der hochverschuldete Club auch mal wieder wirtschaftlich von sich reden.

Der HSV braucht Geld: Finanzvorstand Frank Wettstein hatte den Club vor Kurzem in einem Interview mit dem Wirtschaftsmagazin „Finance“ zu einem sportlichen wie finanziellen „Sanierungsfall“ erklärt. Die aktuellen Verbindlichkeiten bezifferte der 42-Jährige auf 90 Millionen Euro.


Das über einen Fanblog verbreitete Gerücht, wonach Agrar-Ökonom Helmut Bohnhorst – dieser hatte vor gut einem Jahr 1,5 Prozent der HSV-Anteile für vier Millionen Euro erworben – seine Beteiligung im Groll wieder verkauft hatte, erwies sich als Folge einer von dem Blogger für bare Münze genommenen Faschingsente, wie das „Hamburger Abendblatt“ berichtet.

Laut einem Artikel der „Bild“ gibt es einen neuen Investor: Die Hamburger Obstgroßhändlerfamilie Burmeister soll demnach wie Bohnhorst zuvor 1,5 Prozent der HSV-Anteile für gut 4 Millionen Euro erworben haben. Burmeister wäre damit neben Milliardär Klaus-Michael Kühne, besagtem Bohnhorst und dem ehemaligen Weinhändler Alexander Margaritoff der vierte Millionen-Investor beim Bundesliga-Urgestein.

Auch Kühne soll sein Aktienpaket heimlich von 7,5 Prozent auf elf Prozent aufgestockt haben. Einen Vitaminschub erhielt die klamme Kasse in diesem Fall nicht, da laufende Kredite zu Anteilen umgewandelt wurden, so die „Bild“.

Der Verein gibt sich bislang ungewohnt geheimniskrämerisch: Die Deals mit Burmeister und Kühne wurden weder über den sonst äußerst vitalen Twitter-Account des Clubs noch nach Medienanfragen bestätigt, aber auch nicht dementiert. Dort ist das große Thema des Tages der runde Geburtstag des Trainers Bruno Labbadia.

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erstellt am 08.Feb.2016 | 11:19 Uhr

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