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Häufige Trainerwechsel im Herbst : Neues vom HSV: Drei Spiele Vertrauensfrist für Trainer Markus Gisdol

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Aus der Onlineredaktion

Bruchhagen will eine Trainerdiskussion unbedingt vermeiden, gibt aber keine Jobgarantie bis zum Winter.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 11:38 Uhr

Hamburg | Es ist zur Gewohnheit geworden, dass sich HSV-Trainer im Herbst zwei Lagen wärmer anziehen. Bruno Labbadia, Mirko Slomka, Thorsten Fink, Michael Oenning, Klaus Toppmöller, Kurt Jara, Frank Pagelsdorf und Benno Möhlmann – sie alle fielen mit dem Herbstlaub von den Bäumen. Ohne die beiden glücklichen Siege zum Saisonstart und das Grundvertrauen durch die starke Rückrunde 2017 hätte es Amtsinhaber Markus Gisdol womöglich auch bereits erwischt: Die sportliche Talfahrt mit fünf Niederlagen aus sechs Spielen ist sowohl im Ausmaß als auch in der Tendenz beängstigend.

 

Am Samstagabend (18.30 Uhr) haben die verletzungsgeplagten Rothosen nun auch noch den zuletzt wieder torhungrigen FC Bayern vor der Brust – das lässt kaum Hoffnung auf einen Befreiungsschlag zu. Zuletzt gewann der HSV vor über acht Jahren (26. September 2009) ein Spiel gegen den Rekordmeister (seither wettbewerbsübergreifend 16 Spiele, 13 Niederlagen, 7:64 Tore). Es ist schon vorgekommen, dass die Auftritte gegen die Münchner nur noch als Brückenspiele dienten, um einen bereits eingefädelten Nachfolger nicht gleich mit einer heftigen Niederlage zu verheizen.

Diesmal ist dennoch alles anders. Denn Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der zu seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt in zwölfeinhalb Jahren lediglich zwei Trainer entließ, lässt sich von der Kulisse des Hamburger Fußballherbstes nicht aus der Ruhe bringen. Man könne nicht verhindern, dass es bei weiteren Niederlagen zu Trainerdiskussionen käme, sagte Bruchhagen der „Hamburger Morgenpost“, aber „das Entscheidende ist doch, dass wir uns überhaupt nicht daran beteiligen, mit keinem Satz“, sagte der Vereinsboss.

Dennoch macht Bruchhagen deutlich, dass die „unnötigen“ Niederlagen gegen Osnabrück, Hannover oder Mainz ihm ganz und gar nicht in den Kram passten: „Da müssen wir Antworten finden, warum das so war.“ Es ist ein Signal: Das Spiel gegen die übermächtigen Bayern darf in die Hose gehen, anschließende Niederlagen in den Folgespielen gegen Hertha BSC und vor allem am 11. Spieltag daheim gegen Aufsteiger Stuttgart wären für Gisdol kaum zu verkraften.

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