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Abstiegskampf und Transferdilemma : Neues vom HSV: Die Zukunft von René Adler bleibt offen

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Zwei Sechs-Punkte-Spiele im Abstiegskampf, auslaufende Verträge und die finanzielle Schieflage: Der HSV hat viel zu tun.

shz.de von
erstellt am 31.Mär.2016 | 11:19 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV hat Probleme. Dass nach den letzten Spielen wieder der Abstiegskampf Thema ist und mit Hannover 96 kein Gegner kommt, den man auf die leichte Schulter nehmen muss. Dass der verschuldete Verein sparen muss und angesichts der sportlichen Situation nicht für die kommende Saison planen kann. Dass im Sommer vier Verträge auslaufen und im Jahr darauf drei weitere.

Eine Personalie ist René Adler. Routinier. Leistungsträger. Motivator. Er nennt das Spiel beim Tabellenschlusslicht am Wochenende „exorbitant wichtig“, fordert Punkte, Planungssicherheit und eine wettbewerbsfährige Truppe. Er spricht wie der Sportchef, ist aber bislang keiner. Der 31-Jährige wird in Kürze sein Studium abschließen, dann ist er zertifizierter Sportmanager. Der amtierende Sportchef Peter Knebel steckt derweil in der Transferfalle, schreibt das Hamburger Abendblatt.

Das Problem: René Adler kostet den Verein im Jahr 2,7 Millionen Euro Jahresgehalt. Auch Ersatzkeeper Jaroslav Drobny streicht rund 1,5 Millionen ein. Der HSV leistet sich damit zwei erstklassige Torhüter und hat auf der Position eigentlich keine Sorgen – wären da nicht die Finanzen. Der Verein braucht frisches Geld, will den Spieleretat weiter senken und muss sich für die kommende Saison auf dem Transfermarkt umsehen. Bei teuren Spielern wie Adler geht es also trotzdem um die Frage: vorzeitig verlängern oder gewinnbringend verkaufen.

Eine Entscheidung soll es bereits in den kommenden Wochen geben. Adler steht zum HSV und auch Knäbel und Coach Bruno Labbadia wissen, was sie an ihrer Nummer 1 haben. Sieben Spieltage vor Ende der Saison ist das Polster auf den altbekannten Relegationsplatz auf vier Punkte geschrumpft.

Trotz der jüngsten Rückschläge in Leverkusen (0:1) und daheim gegen Hoffenheim (1:3) will Adler die Lage des HSV allerdings auch nicht dramatisieren. „Wir erwarten ein schweres Spiel, aber es wäre der falsche Weg, jetzt in Panik zu verfallen.“ Und sicher ist: Die Hanseaten sind favorisiert beim Tabellenletzten, der unter Thomas Schaaf eine desaströse Bilanz aufweist. In den zehn Spielen unter der Regie des früheren Bremer Meistertrainers gab es für Hannover 96 neun Niederlagen. Die daraus resultierende Verunsicherung will der HSV am Samstag (15.30 Uhr) ausnutzen.

Eine Woche später treffen Adler & Co. im heimischen Volksparkstadion gegen Darmstadt 98 erneut auf einen Rivalen im Abstiegskampf, gegen den die Norddeutschen die nötigen Zähler zur frühzeitigen Sicherung des Klassenverbleibs holen wollen. René Adler wird die Mannschaft am Samstag als Kapitän auf den Platz führen. Johan Djourou kann – wie auch Pierre-Michel-Lasogga und Emir Spahic – nur individuell drinnen trainieren.

Immerhin eine gute Nachricht: Alle fünf Hamburger Nationalspieler sind gesund von ihren Länderspiel-Reisen zurückgekehrt. Der Japaner Gotoku Sakai, der Lette Artjoms Rudnevs, der Bosnier Emir Spahic und Österreichs U21-Auswahlakteur Michael Gregoritsch hatten mit ihren Heimatländern Erfolgserlebnisse feiern können. Der Schwede Albin Ekdal kam hingegen mit dem Drei-Kronen-Team nicht über ein 1:1 gegen Tschechien hinaus.

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