St. Pauli, Holstein Kiel, 1.FC Köln : Neues vom HSV: Angst vor Fan-Krawallen und aktuelle Kaderplanung

Krawalle beim Spiel des HSV gegen Gladbach am letzten Bundesliga-Spieltag.

Krawalle beim Spiel des HSV gegen Gladbach am letzten Bundesliga-Spieltag.

Droht dem HSV eine Krawall-Saison in der 2. Bundesliga? Der Verein trifft auf alte Rivalen. Das birgt Zündstoff.

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06. Juni 2018, 13:36 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV startet gerade in die Vorbereitung auf die neue Zweitliga-Saison, die am 3. August beginnt. Für den gefallenen Bundesliga-Dino ist es die erste Spielzeit im Unterhaus der Bundesliga – und die dürfte laut einem Insider besonders heiß werden. Die „Hamburger Morgenpost“ berichtet am Mittwoch über den Kenner der Fan-Szene. Schon das Saisonfinale gegen Borussia Mönchengladbach hatte gezeigt, wozu einige Chaoten in der Lage sind. Die Zweitligasaison hält jedoch einige brisantere Partien bereit – unter anderem gegen den Stadtrivalen FC St. Pauli.

So werden die Partien Polizei und Verantwortliche bereits Wochen vorher beschäftigen, denn die Rivalität der beiden Fanlager ist groß. Das sorgte schon in der Vergangenheit immer wieder für Auseinandersetzungen. Der Insider spricht von einer „Spirale der Gewalt“, die entstanden sei. Die Partie muss aus Sicht der jeweiligen Fanlager gewonnen werden.

Auch die Spiele gegen Holstein Kiel dürften brisant werden, denn es gibt noch offene Rechnungen. Zuletzt hatten mutmaßliche HSV-Hooligans bei einem Relegationsspiel von Holstein Kiel II gegen Teutonia 05 den Platz gestürmt und Kieler Fans attackiert. Derzeit ermittelt die Polizei. 2009 kam es in der Kieler Innenstadt zu einem Überfall auf HSV-Fans, berichtet der Insider in der „Mopo“. Dieser sei aus Sicht der HSV-Fans bislang ungesühnt. Außerdem pflege der HSV eine Freundschaft mit Kiels Erzrivalen VfB Lübeck. Wegen Sicherheitsbedenken der Polizei musste schon ein geplantes Testspiel beider Clubs im vergangenen Sommer in Rendsburg verlegt werden.

Auch mit dem Bundesliga-Absteiger 1.FC Köln haben Ultras des HSV noch eine Hühnchen zu rupfen. Ende Januar randalierten 70 FC-Fans am HSV-Fanhaus in der Holstenstraße und wollten es offenbar einnehmen. Vor dem Lokal in Altona kam es noch vor Anpfiff der Partie zu Schlägereien. Drei Hamburger Fans wurden verletzt. Es gab Festnahmen. Eine Revanche ist laut dem Insider so gut wie sicher.

Ebenfalls brisant dürften auch die Partien gegen die Ost-Clubs werden, die wegen ihrer teilweise aggressiven Anhängerschaft berühmt berüchtigt sind – 1. FC Magdeburg, Dynamo Dresden und Union Berlin.

Kaderplanung schreitet voran

Die brisanten Partien wird der HSV mit Josha Vagnoman bestreiten. Der Youngster erhielt am Dienstag einen Lizenzspielervertrag und bleibt dem HSV bis 2021 erhalten. Anfragen für den 17-Jährigen kamen aus Dortmund und Leipzig sowie von den britischen Clubs Manchester City, Arsenal und Chelsea.

Die Kaderplanung schreitet also voran. Mit Vagnoman, Lewis Holtby, Gotoku Sakai und Aaron Hunt gehen bereits vier Leistungsträger mit dem HSV auf die Mission direkter Wiederaufstieg. Spekulationen gibt es derweil noch um die Zukunft des 18-jährigen Jann-Fiete Arp. Ein Angebot über die Vertragsverlängerung beim HSV habe er nach Medienberichten abgelehnt. Sein Vertrag läuft bis 2019. Immer wieder wird er allerdings mit dem FC Bayern in Verbindung gebracht. Und auch der Werdegang von Skandal-Profi Walace ist noch offen. Neben dem SSC Neapel und dem AC Florenz zeigt der italienische Serie-A-Club Sampdoria Genua Interesse an dem 23-Jährigen, der in den Planungen von Trainer Christian Titz keine Rolle mehr spielt. Der 9,2-Millionen-Mann schwänzte zuletzt im April das Training und war lieber in Mailand. Zuvor war er bereits zur U21 suspendiert worden.

Die Abgänge:

  • Luca Waldschmidt (zum SC Freiburg)
  • Sven Schipplock (noch unbekannt)
  • André Hahn (zum FC Augsburg)
  • Nicolai Müller (noch unbekannt)
  • Sejad Salihovic (noch unbekannt)
  • Dennis Diekmeier (noch unbekannt)
  • Bjarne Thoelke (noch unbekannt)
  • Andreas Hirzel (zum FC Vaduz)
  • Christian Mathenia (zum 1. FC Nürnberg)
  • Mats Köhlert (zum HSV II)

Die weiteren Zugänge:

  • David Bates (von den Glasgow Rangers)
  • Christoph Moritz (vom 1. FC Kaiserslautern)
  • Manuel Wintzheimer (Bayern M. U19)
  • Matti Steinmann (vom HSV II)
  • Stephan Ambrosius (von HSV U19)
  • Moritz-Broni Kwarteng (von HSV II)
  • Tobias Knost (von HSV U19)
  • Arianti Ferati (vom HSV II)
  • Morten Behrens (vom HSV II)

Leihende:

  • Alen Halilovic (von UD Las Palmas)
  • Batuhan Altintas (von Giresunspor)
  • Pierre-Michel Lasogga (von Leeds United)
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