zur Navigation springen

Gerüchte um Horst Heldt : Neuer Big-Boss beim HSV: Dietmar Beiersdorfer sieht sich als Dauerlösung

vom

Medien berichten von fortgeschrittenen Gesprächen Horst Heldts mit dem Hamburger SV. Doch der neue Manager dementiert.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2016 | 11:48 Uhr

Nach der Trennung von HSV-Sportchef Peter Knäbel hat Club-Boss Dietmar Beiersdorfer bei einer Pressekonferenz am Dienstagvormittag um 11 Uhr Gerüchte um eine Verpflichtung von Horst Heldt dementiert. „Ich habe in dem ganzen Prozess mit keinem einzigen Sportdirektor gesprochen“, sagte Beiersdorfer. Er kenne Heldt gut und möge ihn, „aber das hat an der Stelle mit dem Beruflichen nichts zu tun“.

Auf die Frage, ob es eine Dauerlösung sei, dass er neben seinem Amt als Vorstandschef auch den Posten des Sportdirektors beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV übernehme, antwortete Beiersdorfer: „Ja.“ Ab sofort fungiert er als Direktor Profifußball.

Die Gerüchte bleiben dennoch, dass Schalkes scheidender Manager Horst Heldt die Geschicke bald übernehmen wird. Vor Heldts Vertragsende am 30. Juni wird die Personalie – sollten die Gerüchte denn stimmen – aber wohl nicht publik gemacht. Es drohen sonst medienwirksame Interessenkonflikte. Deshalb wird Beiersdorfer die kommende Transferperiode allem Anschein nach wohl für die Transferabschlüsse im Sommer verantwortlich bleiben.

Heldt könnte frühestens im Herbst übernehmen. Der Ex-Stuttgarter ist nämlich nicht der einzige Schalker, um den der HSV buhlt. Abwehr-Talent Marvin Friedrich (20) steht auf der Wunschliste der „Rothosen“ weiter ganz oben. Bereits vier Mal hatte Knäbel bei seinem Schalker Kollegen wegen dem Innenverteidiger mit Gardemaß angeklopft. Der Spieler soll mit einem Wechsel einverstanden sein, auch wenn der Transfer bereits mehrfach platzte.

Ein kurzfristiges Engagement Heldts schließt auch die „MoPo“ aus, doch mittelfristig sei alles möglich. Heldt sagte gegenüber der Zeitung: „Sicher ist, dass ich weitermachen möchte. Ich will mich jetzt nicht in die Hängematte legen sondern sehe mich weiter in diesem Bereich und habe große Lust!“

Heldt, der ein gutes Verhältnis zu HSV-Trainer Bruno Labbadia pflegt und bereits 2009 als HSV-Manager im Gespräch war, hatte zwar über Jahre einen äußerst schweren Stand auf Schalke. Doch er steht für einen erfolgreichen Konsolidierungskurs, den der HSV auch dringend nötig hat. Die erdrückenden Schulden des Gelsenkirchener Clubs sind in den sechs Jahren unter Heldt deutlich kleiner geworden, gleichzeitig zeigte sich die Jugendarbeit überaus ertragreich. Auch das dürfte Beiersdorfer gefallen.

Der Vorstandsvorsitzende hatte den Ex-Münchner Knäbel im Oktober 2014 zum HSV geholt. Die Rucksack-Affäre, als ihm vertrauliche HSV-Dokumente gestohlen worden waren, hatte Knäbel viel Reputation gekostet. Nach Angaben des HSV-Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer hatte sie aber nichts mit der Trennung zu tun. Nach der enttäuschenden Saison handelte Beiersdorfer die Bindung ab – mit den Worten: „Für die Zukunft haben wir andere Auffassungen über die Ausrichtung des sportlichen Bereichs.“

Er sehe „keinen Anlass, uns zurückzulehnen und erleichtert durchzupusten, sagte Beiersdorfer am Montag. Wir haben nach wie vor einen großen Berg Arbeit vor uns. Wir müssen besser werden, viel besser“, betonte der Clubchef. „Als erstes stehen für mich jetzt die Gespräche mit Spielern an, deren Verträge auslaufen.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen