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HSV gegen 1. FC Köln : Millionen-Spiel mobilisiert die Fans

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Der HSV empfängt heute den 1. FC Köln in seiner ausverkauften Arena. Den DFB-Pokal haben die Hanseaten seit 1987 nicht mehr gewonnen.

shz.de von
erstellt am 02.Dez.2013 | 20:00 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV im DFB-Pokal – das ist schon seit fast drei Jahrzehnten alles andere als eine Erfolgsgeschichte. Der letzte von insgesamt drei Cup-Triumphen gelang dem Traditionsclub 1987. Die letzte Viertelfinalteilnahme liegt ebenfalls bereits stolze fünf Jahre zurück, davor und danach gab es zahlreiche Enttäuschungen und einige Blamagen zu verkraften. Nun der nächste Anlauf: Mit einem Heimsieg im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen den Zweitliga-Spitzenreiter 1. FC Köln können die Hanseaten heute (19 Uhr) einen weiteren großen Schritt in die richtige Richtung machen. „Wir wissen, dass Köln eine gute Mannschaft hat“, sagte HSV-Jungstar Hakan Calhanoglu, bevor er selbstbewusst hinzufügte: „Aber wir sind nicht St. Pauli, wir sind der HSV.“

Beim Stadtrivalen hatten sich die Kölner am Freitag in der 2. Liga gegen eine starke St. Pauli-Elf in beachtlicher Manier mit 3:0 durchgesetzt. Nicht zuletzt deshalb begegnet auch Hamburgs Offensivspieler Maximilian Beister den Gästen aus der Domstadt mit Respekt: „Wenn man Kölns Kader sieht, kann man nicht wirklich von einem Zweitligisten sprechen.“ Neben einer für Zweitliga-Verhältnisse in der Tat prominent besetzten Elf um den ehemaligen Nationalstürmer Patrick Helmes verfügen die „Geißböcke“ in dieser Spielzeit zudem über mannschaftliche Geschlossenheit, eine effektive Defensive (erst sieben Gegentore in der Liga), ein beachtliches Umschaltspiel – und jede Menge Selbstvertrauen. So erklärte Kölns Erfolgscoach Peter Stöger mit Blick auf die Partie in Hamburg: „Wir werden die stärkste Elf aufbieten, denn wir wissen, dass der Pokal der kürzeste Weg in den Europacup ist.“

Forsche Töne, die allerdings nichts daran ändern, dass die Favoritenrolle – zu Recht – beim wiedererstarkten HSV liegt. In der Bundesliga hat sich die Elf von Trainer Bert van Marwijk stabilisiert, im Pokal kann der positive Trend nun weiter verstärkt werden. Was nicht nur sportlich wichtig wäre, sondern auch finanziell: Das Erreichen des Viertelfinals würde dem klammen Club durch TV-Gelder, Zuschauereinnahmen sowie eine mögliche Liveübertragung bis zu zwei Millionen Euro in die Kasse spülen. Der Rahmen für das Millionenspiel stimmt derweil, die Arena im Volkspark ist mit 57.000 Zuschauern ausverkauft.

Ähnlich wie Köln-Coach Stöger dürfte auch van Marwijk angesichts des hohen Stellenwerts der Partie auf personelle Experimente verzichten. Im Training ließ er jene A-Elf ran, die am Freitagabend das 1:1 in der Bundesliga beim VfL Wolfsburg erkämpft hatte. Sollte sich der Niederländer doch noch für eine offensivere Variante entscheiden, müsste Abräumer Tomas Rincon seinen Platz für Ivo Ilicevic räumen. Kapitän Rafael van der Vaart (Bänderriss im Sprunggelenk) trainiert zwar seit gestern wieder, ein Einsatz heute käme für ihn aber zu früh. „Für Köln wird es noch nicht reichen, doch ich hoffe, dass es gegen Augsburg klappen wird“, sagte der 30 Jahre alte Regisseur gestern.

Die voraussichtliche HSV-Aufstellung: Adler – Westermann, Tah, Djourou, Jansen – Rincon (Ilicevic) – Beister, Badelj, Arslan, Calhanoglu – Lasogga

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