Ekdal vor Wechsel : Matti Steinmann von Erfolg des HSV überzeugt: „Genau das richtige System“

<p>Matti Steinmann muss Konkurrenz fürchten.</p>

Matti Steinmann muss Konkurrenz fürchten.

Der HSV muss nach der Start-Schmach gegen Kiel Sandhausen bezwingen. Zunächst geht es um Personalfragen.

shz.de von
08. August 2018, 15:38 Uhr

Hamburg | Matti Steinmann vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV rät nach der 0:3-Auftaktpleite gegen Holstein Kiel zur Besonnenheit. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen und den Teufel an die Wand malen. Was vorher gut war, kann nicht plötzlich alles schlecht sein“, sagte Steinmann der „Hamburger Morgenpost“ (Mittwoch). Der 23 Jahre alte Mittelfeldakteur hält Zweifel am Spielsystem für falsch. „Ich bin, wie die gesamte Mannschaft und das Trainerteam auch, der festen Überzeugung, dass wir genau das richtige System spielen.“

Steinmann erwartet am Sonntag in der Partie beim SV Sandhausen „ein sehr zweikampfbetontes Spiel.“ Dass die Kurpfälzer oftmals als Mittelmaß in der 2. Liga beschrieben werden, findet der Mittelfeldakteur respektlos. „Sandhausen hat in der vergangenen Saison Platz elf belegt, geht in die siebte Zweitliga-Saison und kennt daher die Zweite Liga, weiß ganz genau, worauf es ankommt.“

Ekdal vor Wechsel nach Italien

Für Steinmann verändert sich die Konkurrenzsituation im Mittelfeld. Am Mittwoch wird Orel Mangala (20) zum Medizincheck bei dem Fußball-Zweitligisten erwartet. Der HSV will den belgischen U21-Nationalspieler für ein Jahr vom VfB Stuttgart ausleihen, eine Kaufoption wird nach Medienberichten nicht vereinbart. Auch eine Leihgebühr gibt es demnach nicht.

Vor dem Absprung steht hingegen Albin Ekdal. Der italienische Serie-A-Klub Sampdoria Genua will den schwedischen WM-Teilnehmer verpflichten. „Ich kann bestätigen, dass Sampdoria an Albin interessiert ist und er nach Genua wechseln möchte“, sagte Ekdals Berater Martin Klette der „Bild-“Zeitung. Beide Seiten seien sich schon lange einig, dass der 29-Jährige den HSV trotz eines bis 2019 laufenden Vertrags in diesem Sommer verlassen werde.

Vor dem Absprung: Albin Ekdal.
imago/Michael Schwarz

Vor dem Absprung: Albin Ekdal.

 

Allerdings müssen der HSV, der den Großverdiener gerne von seiner Gehaltsliste haben möchte, und der italienische Klub sich erst einmal auf eine Ablösesumme verständigen. Der HSV hatte im Sommer 2015 rund 4,5 Millionen Euro für den defensiven Mittelfeldmann an Cagliari Calcio bezahlt. Der „Bild“-Zeitung zufolge soll Genua dem Bundesliga-Absteiger bisher lediglich 1,3 Millionen Euro geboten haben. Das ist Sportchef Ralf Becker jedoch zu wenig.

Schwierige Innenverteidiger-Suche

Nach den schweren Verletzungen von Kyriakos Papadopoulos und Gideon Jung sucht Becker weiterhin nach einer Verstärkung für das Abwehrzentrum. Ein Kandidat ist der Hoffenheimer Ermin Bicakcic (28), die Verhandlungen mit dem Bundesligisten gestalten sich nach „Bild“-Informationen aber schwierig. Demnach will der Champions-League-Teilnehmer den bosnischen Nationalspieler nur verkaufen, der HSV kann sich aber eigentlich keine Ablöse leisten. Die Innenverteidiger-Suche geht also weiter.

Hohe Eintrittspreise trüben Run auf Derby-Tickets nicht

50.000 – so viele Tickets hatte der Hamburger SV trotz Serverproblemen am Dienstagabend bereits für das Derby gegen St. Pauli (30. September, 13.30 Uhr) abgesetzt. Und das, obwohl der HSV die Preise für das erste Stadtduell überhaupt in der 2. Liga erstklassig angesetzt hat. Der günstigste Sitzplatz kostet 37 Euro und somit genau so viel, wie vergangene Saison gegen Werder Bremen – auf den Nordrivalen traf der Bundesliga-Absteiger aber eine Liga höher.

Dem riesigen Interesse an dem brisanten Duell taten die Preise aber keinen Abbruch, am Mittwoch wird die Meldung erwartet: ausverkauft.

mit dpa

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