2. Bundesliga : Lasogga-Hattrick: HSV siegt gegen den 1. FC Heidenheim

HSV-Stürmer Lasogga erzielte alle drei Treffer gegen Heidenheim.
HSV-Stürmer Pierre-Michel Lasogga erzielte alle drei Treffer gegen Heidenheim.

Das ist der dritte Sieg der Hamburger in der Saison. Sie hatten phasenweise dreimal so viel Ballbesitz wie ihre Gegner.

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15. September 2018, 15:18 Uhr

Hamburg | Der Hamburger SV hat sich dank Pierre-Michel Lasogga gegen den 1. FC Heidenheim seinen dritten Saisonsieg in der Zweiten Fußball-Bundesliga erkämpft. Der Stürmer erzielte alle drei Tore beim 3:2 (0:0) der Gastgeber am Samstag vor 45 379 Zuschauern im Volksparkstadion gegen die Schwaben. Für Lasogga waren es bereits die Saisontore Nummer drei bis fünf.

 

Zunächst waren die Gäste durch den drei Minuten zuvor eingewechselten Patrick Schmidt in Führung gegangen (64. Minute), ehe der ebenfalls eingewechselte Lasogga durch einen Hattrick binnen neun Minuten (75., 81., 83.) das Spiel drehte. Für den Endstand sorgte Heidenheims Robert Glatzel (89. Minute).

Die tiefstehenden Gäste konzentrierten sich auf eine verstärkte Defensive mit gelegentlichen Kontern und hatten damit beinahe Erfolg. Am Ende kassierten sie die zweite Saisonniederlage nacheinander.

 

Die Hamburger hatten phasenweise dreimal so viel Ballbesitz wie die Heidenheimer, leisteten sich aber Fehlpässe zuhauf und zerstörten damit ihr Angriffsspiel. Den Abwehrblock der Gäste konnten die Einheimischen nur selten aufbrechen.

Sein Debüt im HSV-Dress gab Hee-Chan Hwang. Der 22 Jahre alte Südkoreaner hatte am Donnerstag seine erste Trainingseinheit beim HSV absolviert und Trainer Christian Titz überzeugt. Der pfeilschnelle Stürmer vergab aber einige Torchancen (26., 45., 55.).

Für die Hamburger war es das erste Spiel nach dreiwöchiger Pause. Das Warten dauerte länger als für die Konkurrenten, da die Partie bei Dynamo Dresden verlegt worden war.

Deshalb müssen die Norddeutschen in drei Wochen sechs Spiele bestreiten. „Alle drei Tage ein Spiel - das kann für die Jungs auch gut sein, da sind sie im Fluss“, meinte Sportvorstand Ralf Becker. Am kommenden Dienstag gastieren sie in Dresden.

HSV-Profi Douglas Santos: „Keinen Kontakt mehr“ mit Seleção-Trainer

Weniger euphorische Töne schlug dagegen der Brasilianer Douglas Santos vor dem Spiel an. Er habe „den großen Traum“ gehabt, irgendwann in die Seleção zurückkehren zu können, sagte der Abwehrspieler dem „Hamburger Abendblatt“ . „Dieser Traum ist in der 2. Liga natürlich deutlich schwerer zu realisieren. Ich hatte auch nach der WM keinen Kontakt mehr mit Nationaltrainer Tite“, betonte der 24-Jährige.

Mit der neuen Liga musste er sich erst anfreunden. „Es hat schon eine ganze Weile gedauert, bis ich mich an den Gedanken gewöhnt habe, dass wir jetzt in der 2. Liga sind. Ich wollte das erst gar nicht wahrhaben“, sagte Douglas Santos, der nach dem Olympiasieg 2016 für 7,5 Millionen Euro zum HSV gekommen war.

Fußball werde aber auch im Kopf entschieden. „Und in der 2. Liga ist es die größte Aufgabe, diese neuen Herausforderungen richtig anzunehmen. Für mich ist deshalb jedes Spiel eine Art Endspiel. Das klingt vielleicht komisch, aber das hilft mir, dass ich nicht nachlasse.“ Eine Rückkehr in die Bundesliga sei nur möglich, wenn sich die Mannschaft auf die Zweite Liga einlasse, meinte der Brasilianer.

Douglas Santos lobte Trainer Christian Titz und gab damit indirekt Antwort auf die scharfe Kritik des aussortierten früheren HSV-Profis Mergim Mavraj. „Christian Titz ist auf eine gewisse Art und Weise ziemlich brasilianisch: offen, kommunikativ und auch sehr herzlich. Mir gefällt das. Als Spieler bekommt man so ein ganz anderes Vertrauensverhältnis zum Trainer“, sagte Santos.

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