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HSV gegen Augsburg : Labbadias Hoffnung auf Tore stirbt zuletzt

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Bei seiner Heim-Premiere will Labbadia das Team umstellen. Ein Spieler will auch in der 2. Liga beim HSV bleiben.

Hamburg | Bruno Labbadia kämpft, will sich vor seiner Heim-Premiere als neuer HSV-Trainer aber nicht mehr als nötig in die Karten schauen lassen. „Ich habe die Aufstellung im Kopf, will aber noch was ausprobieren bis zum Anpfiff“, erklärte am Donnerstag der Peter-Knäbel-Nachfolger. Der Hamburger SV spielt als Tabellenletzter am Samstag um 15.30 Uhr gegen den Euro-League-Anwärter FC Augsburg.

Klar scheint, dass der einstige Torjäger erneut auf die Offensivreihe mit Pierre-Michel Lasogga, Ivica Olic und Zoltan Stieber setzen wird. Lasogga habe „endlich mal länger am Stück trainieren können“. Deshalb bestehe „Hoffnung auf Tore - ganz klar“, betonte Labbadia.

Der 49-Jährige ließ offen, wer im defensiven Mittelfeld Valon Behrami (Rotsperre) und Lewis Holtby (Gelbsperre) ersetzen soll. Für den am Knie verletzten Cléber kehrt Johan Djourou zurück. „Drei Wechsel haben wir automatisch, wir wollen aber auch nicht zu viel umstellen“, meinte der Hesse. Dass der seit neun Partien sieg- und 586 Minuten torlose HSV dringend drei Punkte benötigt, räumte er allerdings ein. „Auch wenn es nach Phrase klingt: Das nächste Spiel ist das Wichtigste. Gelingt ein Sieg, kann man hinterher darauf aufbauen.“

Labbadia wünscht sich trotz der jüngsten Talfahrt wieder die breite Unterstützung des Publikums, immerhin rund 50.000 der 57.000 Tickets für die Hamburger Arena sind verkauft. „Klar ist: Der Impuls muss von der Mannschaft kommen, doch die Unterstützung von den Rängen würde uns extrem helfen“, meinte der Coach. Vor allem, weil sein Team drei der nur noch verbleibenden fünf Begegnungen daheim bestreiten kann. Labbadia: „Dann können die drei Heimspiele ein Faustpfand sein.“

Derweil hat Nationalspieler Lewis Holtby als einer der ersten HSV-Profis seine Bereitschaft signalisiert, auch in der 2. Liga für den Nordclub spielen zu wollen. „Ich bekenne mich ganz klar zum Verein. Und werde dann die Verantwortung übernehmen und für den HSV in der 2. Liga spielen“, sagte der Mittelfeldakteur der „Bild“. Noch geht der 24-Jährige aber davon aus, dass sich der noch nie aus der 1. Liga abgestiegene Traditionsclub wie im Vorjahr retten wird. „Ich glaube, dass unsere Mannschaft dem Druck standhalten kann und an einen Sieg am Samstag (im Heimspiel gegen den FC Augsburg). Und auch daran, dass wir die Rettung noch schaffen“, erklärte Holtby.

Fraglich ist allerdings, ob sich der HSV im Fall des Abstiegs einen Großverdiener wie Holtby mit geschätzten drei Millionen Euro Jahresgage noch leisten kann oder will. Zwar sind alle Verträge auch für Liga 2 gültig, wie Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer bestätigte, doch um den Gehaltsetat von derzeit über 50 auf unter 30 Millionen Euro zu drücken, müssten nach Rafael van der Vaart, Marcell Jansen und Gojko Kacar weitere namhafte Akteure gehen.

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erstellt am 23.Apr.2015 | 16:10 Uhr

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