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Nach Kopfnuss im HSV-Training : Labbadia wirft Ivo Ilicevic für Köln-Spiel aus dem Kader

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Aus der Onlineredaktion

Nach seiner Kopfnuss-Attacke im Training muss sich HSV-Spieler Ivo Ilicevic das Spiel seiner Mannschaft gegen den 1. FC Köln von Zuhause anschauen. Auf seiner Position soll Neuzugang Drmic auflaufen.

shz.de von
erstellt am 05.Feb.2016 | 17:07 Uhr

Hamburg | Im Training rastete er aus, jetzt darf sich Ivo Ilicevic das nächste Heimspiel von Zuhause anschauen. Der Hamburger SV hat den Mittelfeldspieler nach der Auseindersetzung mit Michael Gregoritsch für das Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln (Sonntag 15.30 Uhr) suspendiert. „Als Konsequenz aus dem Vorfall des gestrigen Trainings hat Bruno Labbadia entschieden, dass Ivo Ilicevic am Sonntag nicht im Kader für das Spiel stehen wird“, teilte der Verein am Freitag via Twitter mit. Den Linkaußen Ilicevic soll Neuzugang Drmic ersetzen.

Der 29 Jahre alte Kroate hatte am Tag zuvor nach einem harten Foul seines Mitspielers mit einem Kopfstoß reagiert. Der Österreicher zog sich bei dem Zweikampf eine Schienbeinprellung und eine Bänderzerrung im Sprunggelenk zu und fällt ebenfalls aus.

Mit der Suspendierung von Ivo Ilicevic reagiert Trainer Labbadia trotz Personalsorgen konsequent - Eskapaden soll es unter seiner Leitung nicht geben. So bleibt der zuletzt schwächelnde Nicolai Müller auf dem rechten Flügel, Wintereinkauf Josip Drmic muss Ilicevic auf Links ersetzen. Labbadia erwartet einiges von dem 23 Jahre alten Schweizer Nationalspieler, den der HSV von Borussia Mönchengladbach auslieh: „Wenn man sich seine Torquote anschaut, ist die sehr gut. Er ist ein Spieler, der auf mehreren Positionen spielen kann.“ Nach nur 21 Treffern in 19 Partien soll Drmic den Angriff der Norddeutschen beleben.

In der Abwehr meldete sich Emir Spahic nach einer Bauchmuskelverletzung wieder fit - er wäre eine Alternative zum Brasilianer Cléber. „Emir hat voll mitgemacht und gute Ansätze gezeigt“, lobte ihn der Coach. Noch keine Hoffnung auf einen Einsatz kann sich der Schwede Nabil Bahoui machen, nachdem er zuletzt in Al-Ahli kein Bundesliga-Niveau erreicht hatte. „Er hat eine Leichtigkeit am Ball, aber da müssen wir noch feinjustieren“, erklärte Labbadia.

Der Hesse will den Sturz in die Abstiegsregion verhindern. Seit fünf Spielen (vier Niederlagen, ein Remis) warten die Hamburger auf einen Sieg, haben mit 22 Punkten gerade einmal zwei Zähler mehr auf dem Konto als in der schlechten Vorsaison. Auch die Kölner haben in diesem Jahr noch nicht gewonnen. „Sie sind sehr diszipliniert und geordnet“, sagte Labbadia, der im 90. Bundesliga-Duell mit dem FC eine „hohe Konzentration und viel Power“ von seinem Team verlangt.

Der 1. FC Köln hat in den vergangenen zehn Jahren allerdings in der 1. und 2. Liga nur ein Spiel zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag gewonnen. Die letzten beiden Begegnungen in Hamburg dominierten die Domstädter (2:0, 4:3).

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