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Fussball-Bundesliga: #HSVVfB : Labbadia reizt der Problemberg beim HSV

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Trainer von Hamburg erwartet einen „Abnutzungskampf“ im Spiel gegen Stuttgart.

shz.de von
erstellt am 22.Aug.2015 | 11:48 Uhr

Hamburg | Reibungslos läuft dieser Tage nicht viel beim Hamburger SV, nicht mal der Weg zur Pressekonferenz. Die Tür, die in den Presseraum führt, leistete ungewohnten Widerstand, ehe Mediendirektor Jörn Wolf sie in Gefolgschaft von Trainer Bruno Labbadia nach drei Versuchen endlich geöffnet hatte. An Widerstand aber haben sich die Hamburger längst gewöhnt. Und so schritt Labbadia unbeeindruckt zur Fragerunde im Volksparkstadion. Mehr noch: Der Coach der Bundesliga-Fußballer wurde nicht müde zu betonen, wie sehr er Herausforderungen liebt. „Wir haben einen riesigen Berg vor uns – das reizt mich“, sagte er vor dem Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (heute, 18.30 Uhr).

Demzufolge dürfte sich der 49-Jährige beim HSV wie im Schlaraffenland fühlen. In der Vorsaison zum zweiten Mal in Folge erst in der Relegation den Abstieg verhindert, stehen die Hanseaten auch in dieser Spielzeit nach dem Aus im DFB-Pokal bei Carl Zeiss Jena (2:3 n.V.) und dem 0:5 zum Ligaauftakt bei Bayern München früh wieder unter Druck. Als wäre das nicht genug Herausforderung, sorgte unter der Woche noch eine angebliche Auseinandersetzung von Neuzugang Emir Spahic mit Lewis Holtby, Matthias Ostrzolek und Nikolai Müller für Wirbel. Von der Rucksack-Affäre um Sportdirektor Peter Knäbel und der Panne um das HSV-Fanshirt mit einer Choreographie von Hertha BSC ganz zu schweigen.

Labbadia aber will sich davon nicht beeindrucken lassen und spielt auf Zeit – die der HSV in der momentanen Situation nicht hat. Die Unruhe im Umfeld ist greifbar. Der Coach aber appellierte: „Wir dürfen uns nicht von der Ungeduld treiben lassen. Wir befinden uns in einem Prozess, der lange dauern wird und müssen versuchen, die Vergangenheit abzuschütteln.“

Das indes wird nur gelingen, indem die Mannschaft Erfolge einfährt. Und da gäbe es sicherlich leichtere Gegner als den VfB Stuttgart, gegen den der zuletzt angeschlagene Kapitän Johan Djourou (Leistenprobleme) wohl auflaufen kann. Die Schwaben haben zuletzt drei Mal in Folge gegen den HSV gewonnen und sind seit vier Partien im Volkspark ungeschlagen. Eines der Hamburger Abstiegs-„Endspiele“ im Mai hatte der VfB mit 2:1 für sich entschieden. Labbadias Ex-Club verlor zwar zum Bundesliga-Auftakt mit 1:3 gegen den 1. FC Köln, legt unter dem neuen Trainer Alexander Zorniger aber eine aggressive und laufintensive Spielweise an den Tag und versteht es, auch spielerisch zu glänzen.

Für Labbadia und sein Team eine Herausforderung. „Wir müssen geschlossen auftreten und uns dagegen stemmen“, sagte der HSV-Coach: „Das Spielerische wird erst zum Tragen kommen, wenn eine Mannschaft nachgibt. Deshalb müssen wir den Abnutzungskampf gewinnen.“ Damit würden die Hamburger zumindest die Spitze ihres Problembergs abtragen. Und das wäre auch im Sinne ihres Trainers. Schließlich betonte Labbadia: „Wir wollen mehr sportlich positive Schlagzeilen schreiben.“

Die voraussichtliche HSV-Aufstellung: Adler – Diekmeier, Djourou, Spahic, Sakai – Jung, Diaz, Kacar – Müller, Schipplock, Gregoritsch

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