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Hamburg : Kyriakos Papadopoulos: HSV feiert seinen Leihspieler aus Leverkusen

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„Niemals 2. Liga“ schallte es von den Rängen im Volkspark nach dem 1:0 gegen Bayer Leverkusen.

Hamburg | Kyriakos Papadopoulos suchte sich nicht ohne Grund die 9 als Trikotnummer aus. In seinen Jugendjahren habe als Stürmer gespielt, erzählte der ausgeliehene Grieche kürzlich bei seiner Vorstellung in Hamburg. Den Beweis trat der 24-Jährige mit seinem Kopfballtreffer (76. Minute) am Freitagabend zum 1:0 (0:0) gegen seinen Haupt-Arbeitgeber Bayer Leverkusen an. „Er hat das Tor machen wollen und die anderen mit seiner Art mitgezogen. Er ist ein wichtiger Impulsgeber“, sagte HSV-Trainer Markus Gisdol.

In Hamburg ist man sichtlich stolz auf den gelungenen Transfer:

 

Je besser er in Hamburg spielt, umso interessanter wird der lange Verletzte wieder für Leverkusen. „Das ist eine große Qualität von Papa, das wissen wir. Papa ist gut in der Luft“, lobte Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler.

Viel Zeit zum Eingewöhnen bekam der über Leipzig von Bayer an den HSV ausgeliehene Innenverteidiger nicht. Wegen einer Verletzung von Johan Djourou wurde er in Wolfsburg ins kalte Wasser geschmissen - nach drei Partien ist der 85-Kilo-Koloss aus der Verteidigung nicht mehr wegzudenken. „Er hat einen Kaltstart hingelegt“, meinte Gisdol, der sich gern noch mehr Fußballer mit der Mentalität von Papadopoulos wünscht.

Zusammen mit dem Ex-Kölner Mergim Mavraj ist der HSV hinten nicht mehr so anfällig wie in der ersten Halbserie, beide mischen sich zudem bei Standardsituationen in die Offensive mit ein. „Jetzt sind wir in der Innenverteidigung solide aufgestellt“, betonte Gisdol, der in Djourou nun einen guten Einwechselspieler hat.

Ganz klar zur Nummer 1 im Tor ernannte er den genesenen René Adler nach acht Einsätzen von Christian Mathenia. Gegen harmlose Gäste blieb der Keeper weitgehend beschäftigungslos. „Papa ist mir schon vorher als positiv bekloppt aufgefallen“, sagte Interimskapitän Adler. „Für uns ist das super, für Leverkusen bitter.“ Vor allem das Zweikampfverhalten der Hanseaten sorgte für den verdienten Sieg gegen den Champions-League-Achtelfinalisten. Mit einer Fleischwunde am Bein gezeichnet von Zweikämpfen mit Gegenspieler Karim Bellarabi war vor allem Lewis Holtby ein unermüdlicher Antreiber im Mittelfeld. „Das war ein Sieg des Willens.

Jeder einzelne hat richtig gekämpft und alles gegeben“, meinte Papadopoulos, „die Jungs sind eine richtig geile Truppe“. Und Sportchef Jens Todt bemerkte erleichtert: „Wir haben es erzwungen. Die Mannschaft hat so viele Nackenschläge erlebt, das kann jetzt mal der Brustlöser sein.“ Auch der sonst oft kritische Adler sieht sein Team, das mit nun 16 Punkten zumindest für eine Nacht an Ingolstadt (15) vorbeizog, auf einem guten Weg: „Fakt ist, wenn wir so auftreten, kommen wir schnell da unten raus.“

Nach dem desolaten Auftritt in Ingolstadt (1:3) habe man sich der berechtigten Kritik gestellt und einfach mal keine Zeitungen gelesen. Gisdol führte die Niederlage in der Vorwoche auf ein Verkrampfen der Spieler zurück: „Aber ich habe zu hundert Prozent an die Mannschaft geglaubt.“

Ganz aus dem Häuschen waren die treuen Fans der Nordkurve und skandierten mit Blick auf das Pokalspiel am Dienstag (18.30 Uhr) gegen den 1. FC Köln übermütig: „Wir fahren nach Berlin, wir fahren nach Berlin.“

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erstellt am 04.Feb.2017 | 13:36 Uhr

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