Neues vom HSV : Kaderplanung schreitet voran: Filip Kostić geht, Christian Fassnacht soll kommen

Filip Kostic verlässt den HSV
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Filip Kostic will Hamburg und den HSV hinter sich lassen.

Während Holtby um ein Jahr verlängert, will Filip Kostić nur noch weg. Christian Fassnacht soll Neuzugang werden.

shz.de von
25. Mai 2018, 13:03 Uhr

Die Fans bleiben treu – für die Saison 2018/19 haben bereits 15.000 Dauerkarteninhaber deren Gültigkeit verlängern lassen. Für das „Projekt Wiederaufstieg“ stellt der Hamburger SV, der zuletzt in die Zweite Fußball-Bundesliga abgerutscht ist, bereits einen neuen Kader für die kommende Spielzeit auf.

Kostić will weg

Für Filip Kostić ist klar: Die nächste Saison will er nicht beim Zweitligisten Hamburger SV bestreiten, teilte sein Bruder mit. Beim HSV steht er eh ganz oben auf der Verkaufsliste. Seine Leistungen wurden der hohen Ablösesumme, 14 Millionen Euro, die der Club zwei Jahre zuvor an den VfB Stuttgart zahlte, nicht mehr gerecht – es kommt dem Verein also gelegen.

Ob der HSV seine Ausgaben für den Spieler wieder hereinbekommt, ist noch unklar. Bei der Weltmeisterschaft in Russland wird Kostić für Serbien spielen. Je mehr er bei der WM überzeugt, desto höher könnte die Ablösesumme sein.

Wo Filip Kostić in der nächsten Saison spielen wird, stehe noch in Sternen, berichtet sein Bruder und Berater Stefan Kostić. „Aber wir arbeiten hart daran und werden eine Lösung finden. Wir wissen auch, dass die WM eine sehr gute Bühne ist.“

Holtby bleibt

Der Hamburger SV kann auch in der nächsten Spielzeit auf Mittelfeldspieler und Ex-Nationalspieler Lewis Holtby setzen. Der 27-Jährige verlängerte am Donnerstag seinen Vertrag bei den Hanseaten um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2019.

Holtby muss deutliche Gehaltseinbußen von mehr als 50 Prozent hinnehmen. Zuletzt soll der Ex-Nationalspieler drei bis 3,5 Millionen Euro im Jahr verdient haben. „Für mich war schnell klar, dass ich bleiben möchte. Die vergangenen Wochen waren hart, aber wir sind mit den Fans zu einer Einheit zusammengewachsen“, sagte Holtby.

„Das ist ein tolles Statement von Lewis, der sich dem HSV sehr verbunden fühlt“, sagte HSV-Kaderplaner Johannes Spors. Nach der Verpflichtung von Christian Titz als Cheftrainer hatte Holtby zu alter Leistungsstärke zurückgefunden und war mit sechs Treffern erfolgreichster HSV-Torschütze.

Vor der offiziellen Mitteilung über die Vertragsverlängerung verbreitete der HSV ein Video auf Twitter, in dem Holtby im Volksparkstadion das HSV-Maskottchen „Hermann“ umarmt. Anschließend machten sich beide auf den Weg zur Nordtribüne.

Waldschmidt wechselt zum SC Freiburg

Luca Waldschmidt verlässt den HSV und wechselt zum Erstligisten SC Freiburg. Beide beteiligten Vereine haben den Waldschmidt-Wechsel bestätigt. „Wir sehen bei Luca viel Potenzial und waren bekanntlich schon lange an einem Wechsel zum Sport-Club interessiert. Jetzt sind wir froh, dass es geklappt hat“, sagte Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach.

Zu Vertragsinhalten machte der Club wie üblich keine Angaben. Laut Fachmagazin „kicker“ hatte U21-Nationalspieler Waldschmidt beim HSV eine Ausstiegsklausel über fünf Millionen Euro. Er war 2016 für 1,3 Millionen Euro aus Frankfurt geholt worden.

Der 22 Jahre alte Offensivspieler bestritt für den HSV und Eintracht Frankfurt 50 Bundesliga-Spiele und kam im DFB-Pokal fünf Mal zum Einsatz. „Der Kontakt mit Freiburg besteht schon ziemlich lange, und ich habe das Gefühl, für meine weitere Entwicklung hier am richtigen Ort zu sein“, sagte Waldschmidt. In Freiburg erhält er die Nummer elf.

Moritz unterschreibt Vertrag

Trainer Christian Titz freut sich über Wunschspieler Christoph Moritz. Der 28-Jährige Mittelfeldspieler von Kaiserslautern hat für zwei Jahre beim HSV unterschrieben. Innenverteidiger David Bates von den Glasgow Rangers sowie Stürmer Manuel Wintzheimer vom FC Bayern werden ebenfalls die kommende Spielzeit beim Hamburger SV bestreiten.

Neben Stürmer und US-Nationalspieler Bobby Wood wird auch Mittelfeldspieler Aaron Hunt dem Club erhalten bleiben – aktuell steht er in Gehaltverhandlung. Allerdings stünde Torhüter Christian Mathenia kurz vor dem Wechsel zum 1. FC Nürnberg.

Fassnacht soll kommen

Ganz im Interesse des HSV will der 24-jährige Flügelspieler Christian Fassnacht vom Schweizer Meister Young Boys nach Hamburg wechseln. Doch Bern rückt seinen Elf-Tore-Mann ungern ab und ruft eine Transferentschädigung von mindestens fünf Millionen Euro auf, so berichtet das Hamburger Abendblatt.

Auch wenn die Summe durch den Verkauf von Luca Waldschmidt wieder in der Kasse des HSV ist, benötigt der Club das Geld für andere Zwecke und kann sich einen so hohen Ablösepreis für Fassnacht nicht leisten. Hamburg hofft nun auf neue Verhandlungen mit Bern.

mit dpa

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