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Debatte über den Dino : HSV-Vorstand zählt die Stadionuhr an

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Aus der Onlineredaktion

Die Stadionuhr gibt dem HSV ein Kellerimage und soll Platz machen für neue Symbole, meint Vorstand Joachim Hilke. Auch der Dino steht zur Debatte.

shz.de von
erstellt am 10.Jun.2015 | 12:32 Uhr

Hamburg | Der Dino soll anders werden: Nach einer wiederholten Saison im Tabellenkeller mit Beinahe-Abstieg stellt der Hamburger SV auf den Zukunfts-Modus um. In dem laufenden Prozess der Umstrukturierung stehen dabei nicht nur personelle und finanzielle Aspekte auf dem Prüfstand – auch sensible Dinge werden hinterfragt. HSV-Finanzvorstand Joachim Hilke hat in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt offen über ein mögliches Ende der legendären Stadion-Uhr gesprochen, die in der Imtech-Arena die ununterbrochende Mitgliedszeit des Bundesliga-Mitbegründers in der höchsten deutschen Spieklasse symbolisiert.

Die vielen angeschobenen Reformprojekte für die Zukunft würden allzu häufig von „Symbolen der Vergangenheit“ überlagert, so Hilke. Zwar hätte die Abkehr von rückwärtsgewandten Symbolen keinen positiven Einfluss auf die Leistungen auf dem Rasen, doch das Abschrauben der Uhr stehe nach dem Ende des Vertrages mit dem Sponsor Eterna im Raum.

Nicht zuletzt ist das kränkelnde Image des mit Verbindlichkeiten von rund 100 Millionen Euro belasteten Fußball-Bundesligisten einer der Aspekte, die die Suche nach kooperativen Langzeit-Investoren erschweren. Deshalb will man weitere verwucherte Beete umgraben. „Das Profil des Dinos in seiner Maskottchenrolle zu schärfen“, stünde dabei auch auf dem Themenplan, sagte Hilke dem Blatt. Die Symbole seien ohne Frage ein enormer integrativer Faktor für die Fans, zu dem man sich bekenne. Doch die Neuausrichtung des Vereins – verbildlicht durch den Campus-Bau am Stadion – soll sich fortan auch in der Fan-Folklore wiederfinden.

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