Bilanz nach der Hinrunde : HSV-Trainer Zinnbauer: „Offensive ist schwer zu trainieren“

Nur neun geschossene Tore sind ein Hamburger Negativ-Rekord. Dafür läuft es in der Abwehr mittlerweile besser.

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22. Dezember 2014, 10:28 Uhr

Hamburg | Trainer Josef Zinnbauer zieht eine gemischte Bilanz beim Fußball-Bundesligisten Hamburger SV. „Es ist wahnsinnig schwer, nach einem Fast-Abstiegsjahr die alten Muster aus den Köpfen zu bekommen“, sagte der Coach dem „Hamburger Abendblatt“ (Montag). Zu Beginn habe er sich zunächst um die Abwehr nach 75 Gegentoren in der Vorsaison gekümmert. Mit 19 Gegentreffern hat der HSV in dieser Spielzeit die viertbeste Abwehr der Liga. „Die Offensive ist aber schwieriger zu trainieren als die Defensive“, sagte der Trainer. Lediglich neun geschossene Tore sind ein Hamburger Negativ-Rekord.

Die Einbeziehung junger Spieler aus der eigenen U23-Mannschaft ist für Zinnbauer ein Mittel, die „gewünschte Spielphilosophie schneller der Mannschaft näherzubringen“. Der 44-Jährige hatte zu Saisonbeginn die U23 des HSV betreut und acht Siege in Serie errungen.

Es kursierten unterschiedliche Systemvorstellungen, weil die Mannschaft „von verschiedenen Sportchefs zusammengestellt und von diversen Trainer betreut wurde“, erklärte Zinnbauer. Sein Erstliga-Team habe einen Schritt nach vorn gemacht. Dennoch ist er nicht zufrieden. „Den Fußball, den wir mit Ball spielen, das ist nicht der Fußball, den wir uns vorstellen“, monierte er.

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