Trainingslager in Spanien : HSV-Sportchef Jens Todt bleibt trotz Walace-Streik hart

Der Brasilianer Walace will den HSV wieder verlassen, hat aber einen Vertrag bis 2021.
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Der Brasilianer Walace will den HSV wieder verlassen, hat aber einen Vertrag bis 2021.

Walace hat Heimweh, Todt kündigt eine Geldstrafe an. Der Verein erwartet den Abtrünnigen bis Donnerstag im Trainingslager.

shz.de von
02. Januar 2018, 11:07 Uhr

Hamburg | HSV-Sportchef Jens Todt will im Fall Walace hart bleiben und den streikenden brasilianischen Fußball-Profi nicht ziehen lassen. „Er beschäftigt sich mit einem Wechsel, aber wir haben kein Interesse daran und erwarten ihn spätestens am Donnerstag im Trainingslager“, sagte Todt am Dienstag in Jerez de la Frontera.

Der Sportdirektor des auf Abstiegsplatz 17 stehenden Hamburger SV, der diese Entscheidung auch Walace-Berater Rogerio Braun mitgeteilt hat, fügte im Fachmagazin „Kicker“ (Dienstag) hinzu: „Generell gilt: Einzelschicksale sind in unserer Situation nicht relevant. Jeder muss sich den übergeordneten Interessen des Vereins unterordnen.“

Der letztjährige 9,2-Millionen-Einkauf Walace war am Montag nicht wie geplant zum Abflug nach Spanien am Hamburger Flughafen erschienen, sondern hatte eigenmächtig seinen Brasilien-Urlaub verlängert und Strandfotos von sich gepostet. Todt kündigte daraufhin bereits eine saftige Geldstrafe für den 22-Jährigen an, der bisher beim HSV nicht über die Edelreservistenrolle hinausgekommen ist. Zwei brasilianische Clubs sollen an dem Olympiasieger von Rio 2016 interessiert sein, Todt besteht aber auf Erfüllung des bis 2021 laufenden Vertrags.

Verlängern möchte der 47-Jährige die im Sommer auslaufenden Kontrakte mit Dennis Diekmeier und Gotoku Sakai. „Beide haben Angebote von uns erhalten, und wir haben mit ihnen und ihren Beratern besprochen, dass wir die Gespräche schon in Jerez fortsetzen möchten“, betonte Todt. Toptalent Jann-Fiete Arp will er über 2019 hinaus an den HSV binden: „Bei ihm war die Verabredung, ihn bis Jahresende in Ruhe zu lassen. Auch bei ihm werden wir noch im Januar Gespräche beginnen.“

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