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1. Fussball-Bundesliga : HSV reist mit gutem Gefühl zum BVB

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Aus der Onlineredaktion

Für die nächste Herausforderung bei Borussia Dortmund muss der HSV auf seinen Top-Scorer verzichten.

Hamburg | Nach dem mit der Abgabe des Relegationsranges versüßten Last-Minute-Sieg gegen den 1. FC Köln nimmt der Hamburger SV die Herausforderung Borussia Dortmund frischen Mutes an. „Ich verspüre keine Euphorie, aber ein gutes Gefühl“, erklärte HSV-Coach Markus Gisdol vor der Abreise zum Fußball-Bundesligaspiel am Dienstag (20 Uhr) im Signal-Iduna-Park. Dass der bei der 2:5-Heimpleite im Hinspiel viermal erfolgreiche BVB-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (24 Saisontreffer) nicht schon wieder allen Grund zum Jubeln hat, soll die neue Erfolgs-Innenverteidigung um Mergim Mavraj und Kyriakos Papadopoulos richten. Das Duo hatte gegen die Kölner bereits deren Toptorjäger Anthony Modeste (22 Tore) nicht zum Zuge kommen lassen.

„Wir müssen uns nicht verstecken und wieder alles abrufen, dann können wir etwas mitnehmen“, glaubt der wie Papadopoulos im Winter an die Elbe gelotste Abwehrchef Mavraj. Mit dem Griechen hat der Deutsch-Albaner dafür gesorgt, dass der HSV hinten wieder dicht ist.

Wie schwer die Aufgabe beim BVB dennoch wird, zeigt die Statistik. Die Borussia ist saisonübergreifend seit 34 Liga-Spielen daheim unbesiegt. Am 4. April 2015 gab es ein 0:1 gegen Bayern München.

„Mich beeindruckt der stets nach vorn ausgerichtete Spielaufbau der Dortmunder und mit welcher Konsequenz sie das Tempo anziehen. Das ist ein ganz hohes Level. Nach Bayern sind sie das beste Team in Deutschland“, lobte Gisdol den aktuellen Liga-Vierten und Champions-League-Viertelfinalisten, der die erneute direkte Qualifikation für die europäische Meisterliga anstrebt.

Gegen den erstarkten HSV müssen die Borussen neben den erkrankten oder verletzten Nationalspielern Götze, Reus, Schürrle, Schmelzer und Durm auch den gesperrten Abwehrchef Sokratis ersetzen. Der Grieche handelte sich im Revierderby bei Schalke 04 (1:1) seine fünfte Gelbe Karte ein. Ihn ersetzt Matthias Ginter, an dessen Verpflichtung der HSV im vergangenen Sommer interessiert war.

Nach dem Saison-Aus für Nicolai Müller wegen eines Innenbandrisses im linken Knie ist aber auch Gisdol gezwungen, sein Erfolgsteam der Vorwochen auf einer Schlüsselposition zu verändern. Mit Müller fehlt der HSV-Topscorer (5 Tore, 7 Assists). Gisdol: „Ich erwarte, dass der Nächste reinspringt, um die Lücke zu schließen.“ Wahrscheinlich wird wie gegen Köln der Österreicher Michael Gregoritsch für Müller ins Team rücken. „Er hat seine Sache ordentlich gemacht“, sagte Gisdol.

Als weitere Alternativen im rechten Mittelfeld nannte er Luca Waldschmidt, Bakery Jatta oder auch den gerade von einer Verletzung genesenen Aaron Hunt. Ob der am Samstag zur Halbzeit mit muskulären Problemen ausgewechselte Gideon Jung im defensiven Mittelfeld zur Verfügung steht, ist offen. 50:50 bezifferte Gisdol die Chancen des U21-Nationalspielers, für den Albin Ekdal als Ersatz parat steht.

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erstellt am 03.Apr.2017 | 13:05 Uhr

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