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Angespannte Finanzsituation : HSV kämpft mit schlechten Zahlen

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Sportlich geht es beim Hamburger SV leicht bergauf, finanziell tut sich der Bundesligist schwer. Die Spiellizenz soll aber weiterhin nicht gefährdet sein.

Hamburg | Bundesliga-Dino Hamburger SV steckt weiter tief in den roten Zahlen. Doch trotz der besorgniserregenden Bilanz für das Geschäftsjahr 2014/15 sehen die Vereins-Verantwortlichen keinen Grund zur Panik. „Für den Vorstand sind zum Zeitpunkt dieses Berichts keine bestandsgefährdenden Risiken (...) absehbar“, teilte die Fußball-AG am Ende der am Montag veröffentlichten Bilanz unter der Überschrift „Gesamtausgabe zur Risikosituation“ mit.

Die sportliche Talfahrt der letzten Jahre hat beim HSV Spuren hinterlassen. Jetzt, wo es besser läuft, sind die Finanzsorgen beim Bundesliga-Dino eine neue Herausforderung.

Zuvor hatte der Aufsichtsratsvorsitzende Karl Gernandt das Investorenmodell der Fußball-AG des Hamburger SV gegen die Kritik des Verscherbelns verteidigt. „Das ist nicht nur falsch, sondern unfair. Die Leute geben ja nicht Millionen aus für Scherben“, sagte der 55-Jährige am Montag. Bisher sind dem Bundesligisten vier Investoren mit insgesamt 38 Millionen Euro eingestiegen und haben dafür 14,75 Prozent der Anteile erworben. Damit sind rund die Hälfte der 24,9 Prozent zu veräußernden Anteile verkauft.

Kritisiert wurde zuletzt, dass die Preise viel zu niedrig angesetzt seien. „Nur die Marke HSV zieht nicht, dazu muss auch der sportliche Erfolg da sein“, betonte Gernandt. Er führe Gespräche mit attraktiven Namen: „Dazu gehören internationale Konzerne, und das war ja auch einmal mein Ziel.“ Der Verein sucht dringend neue Investoren, um seine Verbindlichen von 90 Millionen Euro zu drücken.

Der Verein hatte bereits im Dezember mitgeteilt, dass der Konzern-Jahresfehlbetrag 16,85 Millionen Euro betrage. Schon damals hieß es aus Vereinskreisen, dass die Liquidität und die Lizenz, für die die Unterlagen im März bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht werden müssen, nicht gefährdet sein sollen.

Die Personalkosten für seine Angestellten bezifferte der HSV derweil auf 65,84 Millionen Euro. Darin sind sowohl die Kosten für den Profikader als auch für Vorstand, Trainerteam und Geschäftsstelle enthalten. Aktuell leistet sich der Verein den teuersten Kader seiner Geschichte.

Und der Traditionsclub wird auch das laufende Geschäftsjahr mit einem Minus abschließen - zum sechten Mal nacheinander. „Es wird weiterhin mit einem Konzernjahresfehlbetrag gerechnet. Dieser wird allerdings deutlich reduziert erwartet“, teilte der Club auf seiner Homepage dazu weiter mit.

 

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erstellt am 16.Feb.2016 | 18:23 Uhr

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