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Wer kommt, wer geht? : HSV-Kaderplanung: Bei Nicolai Müller stehen sie Schlange

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Michael Gregoritsch ist weg, doch der HSV könnte für seine Traumfigur gut und gerne noch fünf Spieler abgeben.

Hamburg | HSV-Trainer Markus Gisdol ist dafür bekannt, lieber mit kleinen Kadern zu arbeiten. Doch kurz vor Beginn der Saisonvorbereitung hat er 31 Spieler zu betreuen, die Entschlackung gestaltet sich wie jedes Jahr schwierig. Sichtbares Interesse von anderen Clubs weckt derzeit allerdings Rechtsaußen Nicolai Müller, von dem es bisher hieß, er sei unverkäuftlich. Die gebotene Ablösesumme des VfL Wolfsburg für den 29-Jährigen Topscorer soll sich inzwischen in Sphären befinden, die bei HSV-Sportchef Jens Todt wenigstens die Augenbrauen zucken lassen dürfte.

Am Donnerstag endet die Sommerpause für die Hamburger, das Training nimmt die Mannschaft aber erst drei Tage später auf. Die ersten zwei Tage sind nach HSV-Angaben ausschließlich für interne Laktat- und Leistungstests vorgesehen. Die erste Übungseinheit zur Vorbereitung auf die neue Saison findet am Sonntag um 10 Uhr auf einem der Plätze am Volksparkstadion statt.

Laut der „Hamburger Morgenpost“ sind die „Wölfe“ bereit, fünf Millionen Euro für Müller zu berappen. Das dürfte zwar nicht reichen, um die Hamburger auf einen Transfer einzustimmen, kann aber angesichts des im nächsten Jahr auslaufenden Vertrages mit dem Spieler durchaus eine Grundlage für Gespräche sein. Ein Angebot von rund zehn Millionen Euro würde der mit hohen Verbindlichkeiten belastete Verein kaum aussschlagen können, meinen Beobachter. Wie die „Sport Bild“ berichtet, steht Müller auch bei Schalke 04 sowie den englischen Premier-League-Clubs FC Southampton und West Ham United auf der Ideenliste. Der Vorstandsvorsitzende Heribert Bruchhagen hatte vor wenigen Tagen allerdings verkündet, Müllers Vertrag verlängern zu wollen.

Für die neuerliche Mission Klassenerhalt – nichts anderes erwartet Bruchhagen – wurden bislang die Mentalitätsspieler André Hahn (Borussia Mönchengladbach), U21-Europameister Julian Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern) und der seit Januar ausgeliehene Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos (Bayer Leverkusen) verpflichtet. Todt sieht die zurückgelegte Transferdistanz der Hamburger aber erst bei drei Viertel der Strecke.

Ein Innenverteidiger und linker Verteidiger sollen noch kommen, vielleicht auch ein weiterer Stürmer, nachdem Michael Gregoritsch die Koffer für ein Engagement in Augsburg gepackt hat. Wunschkandidat für die Innenverteidigung ist weiterhin U21-Europameister Marc-Oliver Kempf, doch der SC Freiburg hat mit Maximilian Philipp und Vincenzo Grifo bereits zwei Leistungsträger zu Geld gemacht und wäre gerade im Hinblick auf die Europa-League-Qualifikation nur schwer zu einem weiteren Verkauf in diesem Sommer zu bewegen.

Verlassen hat den HSV am Dienstag der 18-jährige Linksverteidiger Derrick Köhn. Das Hamburger Eigengewächs, das seit der C-Jugend in roten Hosen auflief, wechselt zur U23 des FC Bayern München, die in der Regionalliga spielt. Verkaufskandidaten des HSV sind weiterhin die Hochverdiener Pierre-Michel Lasogga, Aaron Hunt und womöglich auch Lewis Holtby.

Nach der Einheit am Sonntag reist die Mannschaft mitsamt Jungstar Jann-Fiete Arp (17) bis zum 13. Juli ins Lauftrainingslager nach Rotenburg/Wümme. Fehlen werden Neuzugang Julian Pollersbeck und Defensivakteur Gideon Jung, die wegen der U21-Europameisterschaft verspätet in den Urlaub gefahren sind und erst am 15. Juli erwartet werden. Auch die Nationalspieler Bobby Wood, Albin Ekdal, Mergim Mavraj, Gotoku Sakai, Filip Kostic und Mats Köhlert (derzeit bei der U19-EM) haben noch länger Urlaub. Mittelfeldspieler Nabil Bahoui wird nicht nach Rotenburg reisen, weil er vor einem Vereinswechsel steht.

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erstellt am 05.Jul.2017 | 14:50 Uhr

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