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1.Bundesliga : HSV gegen Hoffenheim mit Lewis Holtby

vom

Nach dem 0:0 gegen Borussia Dortmund will der HSV erneut punkten. Trainer Zinnbauer setzt auf gesunde Härte.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2015 | 17:30 Uhr

Hamburg | HSV-Profi Lewis Holtby kann sich doch noch Hoffnungen auf ein Comeback am Wochenende machen. Der Mittelfeldspieler des Hamburger Fußball-Bundesligisten gehört zum 20 Mann starken Kader, der am Freitag nach Hoffenheim reiste, teilte der Verein mit. Am Vortag hatte die medizinische Abteilung einer vorzeitigen Rückkehr Holtbys noch eine Absage erteilt. Der 24 Jahre alte Profi hatte sich vor acht Wochen einen Schlüsselbeinbruch zugezogen.

Allerdings müssen noch zwei Spieler aus dem Kader gestrichen werden. Stürmer Pierre-Michel Lasogga blieb wegen Trainingsrückstands zu Hause. Die zuletzt angeschlagenen Dennis Diekmeier und Johan Djourou stehen wieder zur Verfügung. Heiko Westermann könnte als Linksverteidiger beginnen, weil Marcell Jansen weiterhin ausfällt. Nicolai Müller ist gelbgesperrt.

Beim Tabellensiebten 1899 Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) soll die Hamburger Abwehr erneut halten, um wenigstens einen Punkt im Abstiegskampf zu verbuchen. In den zehn vorangegangenen Spielen ohne den Blackout in München kommt der HSV auf lediglich acht Gegentore. Das ist für einen Abstiegskandidaten ein bemerkenswertes Ergebnis. Insgesamt stehen für die Hanseaten 33 Gegentore zu Buche. Werder Bremen und Eintracht Frankfurt als Mittelfeldteams mit Blick zu den Europa-League-Rängen präsentieren sich mit 49 Gegentoren wesentlich anfälliger.

Das war im Vorjahr anders. Da hatte der HSV zum gleichen Zeitpunkt 20 Gegentore mehr (53) gefressen, aber eben auch 23 mehr geschossen. In dieser Saison hat Trainer Josef Zinnbauer offensichtlich den richtigen Abwehrdreh gefunden. Da ist es auch völlig egal, wer in der Viererkette steht. Es wurde fleißig gewechselt: Diekmeier, Götz, Westermann, Djourou, Cleber, Rajkovic, Jansen, Ostrzolek, Marcos. Das Bollwerk hielt zumeist.

Die Abwehrstabilität erkennen auch die Gegner an, beschweren sich aber zunehmend über die Gangart der Hamburger. Zu ruppig, zu unfair. „Ich glaube, dass beim HSV Grenzen überschritten sind“, beklagte sich Hoffenheims Trainer Markus Gisdol. Für die Partie am Samstag schwant ihm nichts Gutes. „Ich habe da schon meine Befürchtungen.“ In der Tat leiden die Hamburger in dieser Saison an Gelb-Sucht. Die Sünderstatistik weist 60 Verwarnungen aus - Saisonrekord. „Alle Gegner finden immer, dass wir überhart spielen“, meinte Zinnbauer verärgert. „Wir stehen im Abstiegskampf, da spielen wir engagiert, aber nicht überhart.“ Das findet auch Idol Uwe Seeler. „Quatsch, das ist nicht zu hart“, betont der einstige Vollblutstürmer, der, wie er bekannte, immer kräftig auf die Socken gekriegt habe.

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