zur Navigation springen

Fußball : HSV beurlaubt Frank Arnesen

vom

Sportdirektor Frank Arnesen ist nach Medieninformationen vom Fußballbundesligisten HSV beurlaubt worden. Als Nachfolger wird unter anderem Felix Magath gehandelt.

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 11:23 Uhr

Hamburg | Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat sich nach zwei Jahren von dem umstrittenen Sportdirektor Frank Arnesen getrennt. Der Aufsichtsrat fasste nach dpa-Informationen am Dienstagabend in einer sechsstündigen Sitzung diesen Entschluss. Eine formale Trennung von dem Dänen, der wegen seiner Transferpolitik und der ungenügenden Nachwuchsarbeit in der Kritik steht, soll es in den nächsten Tagen geben. Der 56-Jährige hat noch einen Vertrag bis 2014, die Abfindung könnte bis zu zwei Millionen Euro kosten.
Nach seiner Rückkehr von der Abschlussreise des Teams nach Neuruppin in Brandenburg am Mittwoch sollte sich Arnesen mit Aufsichtsratschef Manfred Ertel zu einem Gespräch treffen. "Es gibt Stand jetzt nichts Offizielles zu verkünden", sagte Mediendirektor Jörn Wolf zunächst.

Magath soll Interesse signalisiert haben


Als Nachfolgekandidaten werden der ehemalige Manager von Hannover 96, Jörg Schmadtke, und Felix Magath gehandelt. DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig sagte bereits ab. Er galt beim Bundesligisten als Wunschkandidat. "Ich habe einen bis Ende 2015 laufenden Vertrag bei der DFL. Den werde ich erfüllen. Das habe ich auch Ligapräsident Dr. Rauball mitgeteilt", hieß es in einer Mitteilung der DFL.
Magath, der zuletzt beim VfL Wolfsburg arbeitete, könnte als Sportmanager oder Vereinschef agieren und soll Interesse signalisiert haben. Sympathien im Aufsichtsrat genießt auch Ex-Sportchef Dietmar Beiersdorfer, der in St. Petersburg unter Vertrag ist. Schmadtke könnte sich ein Engagement an der Elbe vorstellen, zumal seine Familie gerade nach Hannover gezogen ist und er pendeln könnte. "Ein interessanter, großer Club, sehr traditionsreich. Da gibt es viel zu tun", sagte er der "Neuen Presse". "Es gibt zwei, drei Kandidaten, mit denen sie sich jetzt beschäftigen."

Beim HSV muss in allen Bereichen gespart werden


In seiner langen Sitzung lehnte der Aufsichtsrat auch die von Arnesen vorgeschlagene Vertragsverlängerung bei Jaroslav Drobny ab. Der Entwurf mit einem Jahresgehalt von fast einer Million Euro für den tschechischen Ersatzkeeper plus gut dotierter Weiterbeschäftigung als Nachwuchstrainer muss überarbeitet werden. Auch das war ein Misstrauensvotum für Arnesen.
Beim HSV, der vor einem Bilanz-Minus im zweistelligen Bereich stehen soll, muss in allen Bereichen gespart werden. So ist auch ungewiss, ob Arnesens Assistent Lee Congerton in Hamburg bleibt, zu einer großzügigen Abfindung ist der Verein in der derzeitigen Lage wohl nicht bereit. In der Schwebe ist auch die Zukunft von Assistenztrainer Frank Heinemann, der vom HSV noch kein neues Angebot bekommen hat. Trainer Thorsten Fink möchte gern weiter mit ihm arbeiten, aber auch der VfL Bochum hat Interesse.
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen